Pfarrehepaar Stefanie und Dr. Victor vom Hoff verabschiedet

Musikalische Grüße sowie einen Empfang am Kirchplatz gab es nach dem Abschiedsgottesdienst in der Mosbacher Stiftskirche für Stefanie und Dr. Victor vom Hoff. Foto: frh

Abschiedsgottesdienst in der Stiftskirche – Wechsel nach Mannheim-Seckenheim.

Mosbach. (frh) Rund zehn Jahre prägten sie als evangelische Geistliche die Kernstadt. In der Stiftskirche hieß es am Samstagabend jedoch Abschied nehmen. Das Pfarrehepaar Stefanie und Dr. Victor vom Hoff sowie deren vier Kinder Emil, Klara, Vera und Jakob zieht es in die Großstadt. Bei der Erlösergemeinde Mannheim-Seckenheim wartet eine neue Herausforderung.

Musikalisch, wie beide Pfarrpersonen sind, hatte man auch den Festgottesdienst zur Verabschiedung gestaltet. Die Mosbacher Kantorei unter der Leitung von Bernhard Monninger brachte einige Liedbeiträge zu Gehör. Eva Sassenscheid-Monninger wirkte an der Orgel und am Klavier mit.

Die Predigt verlief wie eine Mischung aus geistlichem Gespräch und einer Abschiedsrede zweier Personen. „Wonach haben Sie Sehnsucht?“, fragte Pfarrerin Stefanie vom Hoff in die Runde. Wechselweise mit ihrem Ehemann Pfarrer Dr. Victor vom Hoff zeigte sie auf, dass im „Wachstum“ ein Antrieb liege. Und dass dieser eben gar nicht nur in Größe oder Stärke zu sehen sei, sondern „zu Christus hin“. Victor vom Hoff erinnerte an die „Kletterkirche“ die man in der Stiftskirche installiert hatte. An ihr ließe sich erkennen, wie man mit viel Anstrengung Gott näher kommt, aber eben doch nicht ganz ankommt, sondern lebenslang auf dem Weg bleiben muss, beschrieb er. „Viel mitnehmen“, werde man aus der Zeit in Mosbach, wo man mit der Stiftsgemeinde „manchen Berg erklommen und manches Boot bestiegen“ habe, resümierte Stefanie vom Hoff.

Bürgermeister Michael Keilbach sprach von „wertvoller Arbeit“, welche die beiden Pfarrer vom Hoff leisteten. Sogar ein Fernsehgottesdienst hatte es im Jahr 2013 gegeben. Für die Tätigkeit an der neuen Wirkungsstätte wünschte Keilbach „einen harmonischen Neubeginn“. Pfarrer Stefan Rencsik von der katholischen Seelsorgeeinheit „Mose“ dankte ebenfalls für das gute Zusammenwirken in ereignisreichen Zeiten. Christina Engelfried, Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Stiftsgemeinde, hatte mit den Tränen zu kämpfen: „Wir empfinden Verlust“, meinte sie im Rückblick auf die „sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Den Pfarrpersonen gab sie beste Wünsche für deren Zukunft mit auf den Weg. Musikalische Grüße steuerten die Erzieherinnen von den Kindergärten der Kirchengemeinde bei.

Noch gut erinnern konnte sich Schuldekan Martin Schwarz an die Zeit, als die beiden damaligen Pfarrvikare in den Kirchenbezirk kamen. Stefanie vom Hoff begann zunächst in Neckarelz, wechselte aber wenig später in die Kernstadt, wo sie sich eine Pfarrstelle mit ihrem Ehemann teilte. In ihren Aufgaben hätte das Pfarrehepaar „viel gesät, was gewachsen ist“, stellte Schwarz heraus. Mit der Segenserteilung entband er sie von ihren Verpflichtungen. Im Anschluss an den Gottesdienst folgte ein kleiner Empfang am Kirchplatz, den ebenfalls die Erzieherinnen der Kindergärten sowie einige Kinder musikalisch eröffneten.