„Containerleben und Corona“ konnten nicht aufhalten

Die Absolventinnen und Absolventen der Pestalozzi-Realschule Mosbach des Jahrgangs 2022 mit Schulleitung und Lehrkräften. Foto: Pestalozzi-Realschule Mosbach /zg

Pestalozzi-Realschule verabschiedet diesjährigen Abschlussjahrgang
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Der folgende Beitrag ist eine zugesandte Pressemitteilung, die eventuell redaktionell nachbearbeitet wurde. 

Mosbach. (pm/red) Gebührend feierte man die scheidenden Schülerinnen und Schüler daher im Rahmen der offiziellen Entlassfeier der Schule am 15. Juli 2022 in der Deetkenmühle. Wenn die PRS ihre Abschlussschülerinnen und -schüler entlässt, ist meistens gutes Wetter. Und auch diesmal strahlte die Sonne mit den jungen Menschen um die Wette, die bei angenehmen Sommertemperaturen am frühen Abend den Weg zur Deetkenmühle am Ufer der Elz fanden. Dem Anlass entsprechend festlich gekleidet, schritt man die letzten Meter dem Ziel zu, auf das man zehn Schuljahre hingearbeitet hatte: Dem Zeugnis der Mittleren Reife.

Beim Sektempfang im Außenbereich der Deetkenmühle, welche durch das Missionswerk „OM“ für diesen Anlass zur Verfügung gestellt hatte, stellte sich bereits eine entspannt-ausgelassene Stimmung ein. Gespannt und sicher einige bereits ein wenig wehmütig hörte man im Konferenzsaal den freundlichen Willkommensworten der Konrektorin Petra Hellmann zu, bevor die Moderatoren des Abends, Ronja Schittenhelm (10b) und Julien Hannich (10a) übernahmen und das erste Musikstück ankündigten.
 Musiklehrerin Mechthild Ziegler-Knapp am Klavier und Mila Lederle aus der Klasse 10a entführten die Anwesenden in die Welt der „Zauberflöte“. „Struttin’“ von Robert S. Frost erklang in hellen Flötentönen.

In einer darauf folgenden Ansprache an die scheidenden Schülerinnen und Schüler der beiden Abschlussklassen blickte Schulleiter Marco Schick zurück auf die letzten sechs Jahre, in denen die Schülerinnen und Schüler so Mancherlei erlebt hatten: Vom Wassereinbruch 2016 über den Umzug in die Containeranlage bis hin zu Lockdown und Corona-Pandemie. Alles wurde aber letztlich erfolgreich gemeistert. Schirk wünschte den Schülerinnen und Schülern alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg, bevor einige Schülerinnen und Schüler der Musikklasse 10a ein Instrumentalstück von Roland Leibold auf verschiedenen Schlaginstrumenten vortrugen, das sie in Vorbereitung der Abschlussfeier unter der Anleitung von Mechthild Ziegler-Knapp einstudiert hatten.

Die Zeugnisübergabe erfolgte durch die Klassenlehrer, die es sich nicht nehmen ließen, zuvor einige sehr persönliche Worte an ihre Schützlinge zu richten. „Ihr könnt stolz darauf sein, dass ihr euch mit dem Realschulabschluss eine Ausgangslage geschaffen habt, die perfekt für einen raketenhaften Start in die weite Welt ist, wo auch immer der Flug hingehen mag“, schickte Frederik Brauneis seine 10a auf ihren weiteren Weg, während Sebastian Mehn der 10b den „lange erwarteten Passierschein“ überreichte und die Daumen drückte, „dass der Weg zum gewünschten Ziel führt“. 

Bevor die Schulpreise für die besten Leistungen in den einzelnen Fächern und die beste Gesamtleistung durch die Mitglieder des Fördervereins der Schule übergeben wurden, sorgten die Abschlussklassen selbst noch für etwas Unterhaltung.

Frei auf „Odenwälderisch“ fragten Mila Lederle und Christian Schäfer aus der Klasse 10a: „Wer wees denn so ebbes?“ Und ließen jeweils zwei Lehrerpaare zu Fragen rund um die letzten Jahre PRS antreten. Sophie Ellwanger von der Parallelklasse 10b dagegen hatte sich die Mühe gemacht, im Vorfeld Babyfotos von Lehrern und Mitschüler/innen zu sammeln. Lehrer/innen und Schüler/innen traten zum Vergnügen der Anwesenden hier gegeneinander an und taten sich bisweilen schwer beim Erraten der amüsanten Bilder.

Ein Höhepunkt des Abends war die Preisverleihung. Dort stach Tuvana Toy (10b) mit dem überragenden Schnitt von 1,1 für beste Gesamtleistung heraus. Herausragend auch die Leistungen ihrer Klassenkameradin Raissa-Maria Roman, die gleich in drei Fächern (Englisch, Mathe, Technik) zu den Prüfungsbesten gehörte. In Deutsch erzielten Emma Noe und Ronja Schittenhelm, beide ebenfalls aus der 10b, die beste Prüfungsleistung. Im Fach Mathe waren neben Raissa-Maria Roman wiederum Emma Noe sowie Ronja Dorsch und Julian Scheuermann (beide 10a) die Prüfungsbesten. In den beiden Wahlpflichtfächern erhielten Ronja Schittenhelm (AES) und Tuvana Toy (Französisch) die entsprechenden Preise.

Eine besondere Ehrung wurde Rhea Hornung aus der 10a zuteil. Aufgrund ihres langjährigen außergewöhnlichen Engagements für die gemeinsame Schülerbücherei von PRS und NKG dankte ihr Büchereileiterin Claudia Schönenberg in einer kurzen Dankesrede und überreichte ein Präsent.

Darlene Freyer aus der Klasse 10b hatte die Ehre, im Namen der Abgangsschülerinnen und -schüler eine Rede zu halten „und so am Ende das letzte Wort zu haben, das wir so gerne auch im Unterricht gehabt hätte“, begann sie mit einem Augenzwinkern. Sie blickte mit einer Prise Humor zurück auf die vergangenen Jahre, dankte allen daran Beteiligten und stellte schließlich fest: „Wenn wir heute die PRS verlassen, stehen wir wie vor sechs Jahren vor einem neuen Lebensabschnitt. Und die Gefühle kommen uns bekannt vor: Vorfreude und Neugier auf das Neue, gute Vorsätze und guter Wille, Respekt vor der Welt, die uns da draußen erwartet.“

Den Abschluss eines wunderbaren Abends machte die Klasse 10a, die gemeinsam mit Klassenlehrer Fredy Brauneis und Musiklehrerin Mechthild Ziegler-Knapp die Zeit an der PRS nochmal musikalische Revue passieren ließ. Zu „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader hatte man einen eigenen Text gedichtet. 
Der letzte Refrain daraus mag wohl den allermeisten Schülerinnen und Schülern so oder ähnlich durch den Kopf gegangen sein, als sie die Deetkenmühle an diesem Abend verließen und einen neuem Lebensabschnitt gegenübertraten: „Und jetzt träumen wir schwer, trauern dem hinterher. Was entstanden ist hier, zwischen Schulbank und Tür. Und so endet das Jahr und es ist uns längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.“