Neuigkeiten standen beim Straßenfest im Blickpunkt

Auf das „Comeback“ des Bura-Straßenfestes stießen Bura-Vorsitzender Dr. Steffen Ritter (m.) und seine Stellvertreterin Katja Brommer (l.) sowie sein Stellvertreter Rico Stahl (r.) diesmal nicht mit Festbier, sondern mit Sekt an. Foto: frh

Bürgerverein „Bura“ feierte in der Neckarelzer Ruhestatt.

Neckarelz. (pm/frh) Direkt nach seiner Gründung im Jahr 2016 hatte der Bürgerverein für Unterdorf, Ruhestatt und Auloch, kurz „Bura“, sein jährliches, eintägiges Straßenfest an den Start gebracht. Bis zum Beginn der Pandemie im Jahr 2020 erfreute es sich stetig wachsender Beliebtheit. Und dieser Entwicklung hat auch die zweijährige Auszeit keinen Abbruch getan, wie das „Comeback“ in diesem Jahr bewies. So einige aktuelle Neuigkeiten und Erneuerungen lieferten gleichzeitig den Gesprächsstoff für angenehme Stunden von Nachmittag bis spät in den Abend hinein.

Das „Nachbarschaftsfest Plus“, wie es Bura-Vorsitzender Dr. Steffen Ritter beschrieb, ist inzwischen ein etabliertes Ereignis, das regelmäßig am zweiten Wochenende nach dem Gartenfest des MGV „Neckarperle“ stattfindet. „Wir freuen uns über Gäste auch von außerhalb unseres Wohngebiets, haben aber bewusst nicht in den Medien geworben, weil unsere Platzkapazitäten natürlich beschränkt sind“, erklärte Ritter.

Für das leibliche Wohl war vom Grill, aus dem Getränkewagen und von der durch die Nachbarschaft selbst reichlich bestückten Salatbar gesorgt. Wie es zum Gepräge eines Straßenfestes gehört, erfolgte alles komplett auf Spendenbasis und die Besucher/innen hatten größtenteils ihr eigenes Geschirr mitgebracht. Im Sinne der Nachhaltigkeit konnte so auf Plastikteller und dergleichen weitgehend verzichtet werden.

„Wir waren auch in den Corona-Jahren keineswegs untätig“ rief Steffen Ritter am Nachmittag in die Runde. So sei es etwa gelungen, im kontinuierlichen Austausch und aktiver Zusammenarbeit mit der Stadt Mosbach den Spielplatz an der Ecke Ruhestatt- und Silvester-Herzog-Straße qualitativ umzugestalten. Spielgeräte wurden gewartet oder teilweise ausgetauscht, die Bepflanzung großteils frisch angelegt. „Der Spielplatz wird bereits bestens angenommen“, stellte er zufrieden fest.

Bezüglich des 2023 anstehenden Ortsjubiläums in Neckarelz habe man sich eingebracht und sei nun „gespannt, wohin die Reise geht“. Der auf Initiative von Bura entstandene Dreikönigsmarkt am Bildungshaus „Bruder Klaus“ solle im Jubiläumsjahr zurückkehren und gleichzeitig den Auftakt zu den Feierlichkeiten markieren. Aufbruchsstimmung sei im Ort zu spüren und so freue man sich auf die Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Mosbacher Oberbürgermeister Julian Stipp, durch den nun auch „frischer Wind ins Rathaus“ kommen würde. Dass man als Bürgerverein noch viele kommunalpolitischen Gestaltungsbedarf in Neckarelz sieht und dafür weiterhin Impulse setzen möchte, habe man bereits bei Stipps Besuch im Rahmen des Wahlkampfes deutlich gemacht, bekräftigte Dr. Steffen Ritter. Für die zahlreichen Helfer im Hintergrund galt sein Dank stellvertretend Bernd Amstadt und Jürgen Heck.

Was den obligatorischen Fassanstich zum Auftakt betraf, hatten sich die Vorstandschaft ebenfalls etwas Neues einfallen lassen. Weil beim Bier in den meisten Fällen die Begeisterung des männlichen Geschlechts mehr erreicht wird als die der Frauen, sollte es mal ein anderes „Eröffnungsgetränk“ sein. Man entschied sich für „Prickelwasser“. Die erste Flasche Sekt durften die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Katja Brommer und Rico Stahl mit Korkenknall und unter Applaus öffnen. Zügig gingen die Gläser in die Runde und man stieß gemeinsam auf das Gelingen des Festes an.

Damit war der Startschuss zu einem einladenden Straßenfest der „Nachbarn und Freunde“, wie es das Vereinsmotto von Bura ist, gefallen. Für den Verkehr gesperrt ermöglichte der Festbereich sicheres Spielen für die zahlreichen Kinder rund um den erneuerten Spielplatz. Tischtennisplatte, allerlei Spielsachen und ein Glücksrad mit der Chance auf kleine, gespendete Preise für Kinder waren ebenfalls mit dabei.