Für „Maja und Willi“ neuen Lebensraum geschaffen

Kinder des ev. Kindergartens „Guter Hirte“ säten auf einer landwirtschaftlichen Fläche in Lohrbach eine Bienenweide. Ein Team vom Fachbereich Psychiatrie der AWO Neckar-Odenwald schuf dazu eine Naturhecke aus Baumschnitt. Initiiert wurde die Aktion durch Edgar Hellwig (stehend l.) im Rahmen von „AWO blüht auf!“. Gabriele Teichmann (stehend 2.v.l) kam als Kreisvorsitzende der AWO-NOK vor Ort. Foto: AWO Neckar-Odenwald /frh

Lohrbacher Kindergarten beteiligt sich bei der Aktion „AWO blüht auf!“

Lohrbach. (pm/frh) Ziele der Nachhaltigkeit und des ökologischen Ausgleichs spiegeln sich in den Grundwerten der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Im Neckar-Odenwald-Kreis entwickelte die AWO daraus die Aktion „AWO blüht auf!“. Kindern soll auf anschauliche Weise die Bedeutung von Umweltschutz sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen vermittelt werden. So bekamen dieser Tage rund 30 Kinder des evangelischen Kindergartens „Guter Hirte“ Lohrbach die Möglichkeit, auf einem Grundstück am Stichentalweg eine Blumenwiese zu säen.

Sichtlich Spaß hatten die Kinder bei strahlendem Sonnenschein auf dem von Edgar Hellwig bereits für den Aktionsvormittag vorbereiteten Areal. Hellwig gehört dem Aufsichtsrat der AWO Neckar-Odenwald an und hat die Aktion in Lohrbach initiiert. „Das ist für uns alle eine große Freude“, zeigte sich Kindergarten-Leiterin Helena Bauer ebenso wie die begleitenden Erzieherinnen begeistert. Sichtlich ihren Spaß hatten die Kinder, die Saat der Feldblumen gleichmäßig über die vorgesehenen Quadrate auf der umgegrabenen Erde zu verteilen. Ausgelassen herumgetollt wurde auf der angrenzenden Grünwiesenfläche freilich ebenfalls.

Darüber hinaus beteiligten sich ein Team aus der Tagesbetreuung des Fachbereich Psychiatrie der AWO Neckar-Odenwald unter der Leitung von Stephanie Schleinkofer. Geschaffen wurde eine „Naturhecke“ aus Baumschnitt unweit der „Bienenweide“. In der Zusammenschau entsteht ein Biotop für unzählige Kleinlebewesen. Gleichzeitig sind die Insekten für Vogelarten, deren Brutstätten sich unweit davon befinden, wichtige Nahrungsquellen. Schutz und Rückzugsmöglichkeit bietet die Naturhecke aber beispielsweise auch für Amphibien oder Igel.

„Das ist für Maja und Willi!“, erklärte eines der Vorschulkinder in Bezug auf den bekannten Zeichentrickfilm von der „Biene Maja“. In der Tat sind solche Blumenwiesen ein wertvoller Beitrag gegen das Bienensterben, wo sie doch einen bevorzugten Lebensraum für diese ungemein wichtigen Insekten darstellen.

„Wir sehen den Erfolg unserer Aktion bereits in dem engagierten Eifer der Kinder und deren wissbegierigen Nachfragen bestätigt“, erklärte Kreisrätin Gabriele Teichmann. Die Kreis- und Aufsichtsratsvorsitzende der AWO Neckar-Odenwald kam anlässlich der Aktion persönlich vor Ort. AWO-Geschäftsführerin Petra Ilzhöfer hatte gemeinsam mit Initiator Edgar Hellwig die Koordination im Hintergrund übernommen. Gedankt wurde den Landwirten Mohring und Hofmann, der Familie Rapp sowie dem Bauunternehmen „WS Bau“ für deren Unterstützung.