Ein Heimatmuseum „im besten Sinne des Wortes“

>Werner Pfisterer (r.), Vorsitzender des Heimatvereins Neckarelz-Diedesheim, begrüßte zum Museumssonntag. Foto: frh

Heimatverein Neckarelz-Diedesheim lud zum Museumstag.

Neckarelz. (frh) Nach langer Auszeit hatte am Sonntagnachmittag das Neckarelzer Heimatmuseum wieder seine Türen geöffnet. Im Außenbereich des Gebäudes in der Rathausgasse begrüßte der Vorsitzende des Heimatvereins, Werner Pfisterer, mit einem Glückwunsch an die gekommenen Gäste und ehrenamtlichen Helfer des Museums: „Wir haben das alles gemeinsam überstanden und bis heute weitergemacht!“, rief er ihnen zu. Dass nun wieder die Öffnung kultureller Einrichtungen möglich sei, beschrieb er als große Freude.

Vielfalt kommt im Neckarelzer Heimatmuseum durch die zahlreichen Exponate ganz unterschiedlicher Art auf engem Raum zum Ausdruck. Obendrein gibt es im Obergeschoss einen kleinen Saal, in dem derzeit eine Sammlung von Malereien des lokalen Künstlers Dietrich Hädermann gezeigt wird. Von der Pandemie bedingt hatte sie sich zur bisher „längsten Sonderausstellung“ entwickelt und auch aktuell ist sie noch nicht genau befristet.

Für die „wunderbar unkomplizierte Zusammenarbeit“ mit dem Mosbacher Stadtmuseum dankte dessen Leiter Stefan Müller. Er überbrachte auch die Grüße des neuen Kulturamtsleiters der Stadt, Thomas Kazianka, der wegen einer anderweitigen Verpflichtung verhindert war. Es handle sich hier um „ein Heimatmuseum im besten Sinne des Wortes“, beschrieb Müller. Das Haus habe „lokale, aber auch regionale Strahlkraft“, die über „den Mikrokosmos Mosbach“ hinausreiche. Er wisse „sehr zu schätzen, was hier geleistet wird“, unterstrich Stefan Müller abschließend unter Beifall.

Werner Pfisterer gab die wertschätzenden Worte über die Zusammenarbeit gerne zurück. In den Dank schloss er die Engagierten im Hintergrund und für diese stellvertretend die Vorstandsmitglieder Ute Hocker und Dietrich Hädermann mit ein. Letzterer bereichere mit seiner Kunstausstellung ohnehin das Angebot. Die Verdienste von Peter Völker, der dabei wie eine Art Kurator bei der Einpassung in den beengten Ausstellungsraum mitwirkt, stellte Pfisterer ebenfalls heraus.

Im Erdgeschoss sowie im Außenbereich fand wieder das Museumscafé in der Form eines „Erzählcafés“ statt. Leo Richard Johmann sowie weitere Museumsaktive führten durch die verschiedenen Bereiche der Dauerausstellung. Dietrich Hädermann zeigte seine abstrakten Malereien eigener Stilistik, die in Teilen am ehesten dem Impressionismus zuzuordnen sind. Das charakteristische Farbenspiel, in dessen spezifische Ausformungen Hädermann viele Stunden Zeit investiert, wusste zahlreichen Betrachtern zu gefallen.

Bewirtet wurden die Gäste mit Kaffee- und Kuchen durch die Ehrenamtlichen. Der Besuch des zeitgleich in unmittelbarer Nähe stattfindenden Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde wurde immer mal wieder auch für einen Abstecher ins Heimatmuseum genutzt. Der Synergieeffekt dürfte sich für beide Veranstalter sowie nicht zuletzt für die Bürger/innen gelohnt haben!