Dieser Truck schien in die Zukunft zu versetzen

Wie man einer Maschine mit künstlicher Intelligenz „etwas beibringen“ kann, konnte im Truck der „Expedition D“ an der Gemeinschaftsschule Obrigheim ausprobiert werden. Viele weitere Themen rund um die Digitalisierung warteten ebenfalls auf Erkundung durch die Schülerinnen und Schüler. Foto: frh

„Expedition D“ machte Station an der Gemeinschaftsschule in Obrigheim.

Obrigheim. (frh) Imposant wirkt der Anblick bereits von außen: 16,5 Meter lang, 2,55 Meter breit, 4 Meter hoch und rund 39,5 Tonnen schwer ist der Truck der „Expedition D“. Eine halbe Woche machte die fahrende Bildungseinrichtung der Baden-Württemberg-Stiftung an einem Parkplatz unweit der Neckarhalle Station. Entfaltet bietet sich darin, einschließlich eines Seminarraums im Obergeschoss, über 100 Quadratmeter Platz zur Befassung mit Zukunftsthemen auf dem Feld der Digitalisierung. Schülerinnen und Schülern aller weiterführenden Schulformen steht darin ein interaktives Angebot zur Berufsorientierung zur Verfügung.

Dass elektronische Medien und futuristische Technik bei jungen Menschen regelmäßig große Begeisterung wecken, weiß Michael Haag, Lehrer und Beauftragter für Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule Obrigheim (GMSO). Eben deshalb habe er „maximal dafür gekämpft“, dass Obrigheim einen Platz im Tourkalender bekommt, wo der Truck doch wenige Tage zuvor noch in Bad Mergentheim stand und danach in Baden-Baden erwartet wird. Bereits früher schon als „Expedition N“ auch im Raum Mosbach unterwegs – wobei die Endung „N“ seinerzeit noch für „Nachhaltigkeit“ stand – sind die gezeigten Inhalte nunmehr komplett erneuert. Schon beim Betreten fühlt man sich mit Blick auf eine ganze Wand mit Touch-Displays im XXL-Format ein wenig an das „Holo-Deck“ von Raumschiff Enterprise erinnert. Wie auf überdimensionierten Tablet-Computern lassen sich darauf die visuellen Elemente mit den Händen hin- und herschieben. Daneben ermöglicht eine 3D-Brille sogar, komplett in eine virtuelle Welt einzutauchen.

Marie Quillmann und ihre Kollegin Aurelia Stein betreuten als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen die einzelnen Stationen, an denen es verschiedene Aufträge zu erfüllen galt. Was die Grundlage solcher Technik ist, wie sie entwickelt, programmiert und eingesetzt wird, lässt sich bei der Expedition D praxisnah erkunden. Lust gemacht werden soll dabei nicht zuletzt auf die sogenannten „Mint-Berufe“, die mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu tun haben und in denen Fachkräftemangel besteht. Entsprechend engagieren sich der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die Bundesagentur für Arbeit bei der Finanzierung der Aktion.