„Jede Covid19-Impfung zählt!“

Beim Impfaktionstag der SPD-Ortsvereine Mosbach und Haßmersheim machte das Impfmobil von Artur Sfintizky Station am Dorfgemeinschaftshaus „Waldhorn“ in Lohrbach. Foto: frh

Impfaktion der SPD in Haßmersheim und Lohrbach mit Hausarzt Artur Sfintizky.

Haßmersheim/Lohrbach. (pm/frh) Die Corona-Pandemie scheint trotz zahlreicher Infektion ihren Schrecken zu verlieren. Die meisten Verläufe mit der Omikron-Variante sind mild und es erscheint der Übergang hin zu einer endemischen Atemwegserkrankung, ähnlich der saisonalen Grippe, in greifbarer Nähe. Dass die Impfungen viel zu der erfreulichen Entwicklung beigetragen, dürfe aber nicht vergessen werden, erklärt Kreisrätin Gabriele Teichmann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Mosbach mit Neckarzimmern. Deshalb hat man in Kooperation mit dem SPD-Ortsverein Haßmersheim-Hüffenhardt um dessen Vorsitzenden, Kreisrat Karlheinz Graner, sowie dessen Stellvertreter Thorsten Beck, dieser Tage eine eigene Impfaktion auf die Beine gestellt.

Gewinnen konnte man dafür Artur Sfintizky und dessen Impfmobil. Der Haßmersheimer Allgemeinmediziner hat die Idee eines mobilen Impfangebotes „von Kollegen aus Hessen abgeschaut“, wie er bekennt. „Nach wie vor zählt jede Covid-19-Imfpung!“, bekräftigt er. Die Chancen stünden gut, wenn die Impfquote noch etwas gesteigert werden könne – in Zusammenwirken mit neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden könnte die Pandemie dann schon bald für beendet erklärt werden, so Sfintizky. Eben deshalb fährt er mit seinem Mobil direkt in Wohngebiete, um impffähige Menschen, die bisher noch nicht gegen das neuartige Corona-Virus immunisiert sind oder auf eine Booster-Impfung warten, praktisch vor deren Haustüre die Möglichkeit dafür zu eröffnen.

Bei dem Aktionstag der SPD-Ortsverein startete das Impfmobil zunächst an der Ehrenmalstraße 84 in Haßmersheim. Direkt vor den Wohnblöcken gab es die Möglichkeit, sich den modernen mRNA-Impfstoff von Biotech verabreichen zu lassen. Die Bürokratie samt Eintrag ins Impfbuch wurde ebenfalls an Ort und Stelle erledigt. Und so nutzte auch eine Reihe von Personen, die sich im Vorfeld angemeldeten hatten, die Gelegenheit zur Auffrischungsimpfung. In einem Fall impfte der Hausarzt sogar direkt in der Wohnung.

An der zweiten Station, dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus „Waldhorn“ in Lohrbach, gab es sogar eine Erstimpfung. „Ich wollte eigentlich nicht, aber nach einem Gespräch mit meinem Hausarzt habe ich mich durchgerungen“, erklärte eine Frau, die sich kurz vor dem Termin angemeldet hatte. „Ich freue mich sehr, dass das Impfmobil in unseren Stadtteil gekommen ist. Weiterhin ermuntere ich alle Bürgerinnen und Bürger, die bisher nicht vollständig gegen Covid19 geimpft sind und denen es möglich ist, dies so schnell wie möglich zu tun. Nur so kann man sich bestmöglich vor dem Corona-Virus schützen!“, bekräftigt der Lohrbacher Ortsvorsteher, Kreisrat Norbert Schneider.

Über weitere Impfaktionen zusammen mit Artur Sfintizky denkt man bei der örtlichen SPD bereits nach. Man hoffe zwar, dass keine weiteren Varianten des neuartigen Corona-Virus mehr auftauchen, welche der Pandemie wieder Schub verleihen könnten, aber Vorsicht und Wachsamkeit sei weiterhin nötig, hieß es unisono. „Wenn die Corona-Beschränkungen für die Geimpften fallen, steigt das Risiko der Ungeimpften umso mehr“, beschreibt Gabriele Teichmann. „Eben deshalb unterstützten wir weiterhin die bundesweite Impfkampagne, damit wir alle so gut, schnell und sicher wie möglich aus der Pandemie kommen“, bekräftigt Karlheinz Graner.