Dritter Platz beim BIM-Award 2022 für Vicky Abdic

Vicy Abdic, Absolventin eines Bachelor-Studiengangs an der DHBW-Mosbach, wurde für ihre Abschlussarbeit mit dem dritten Platz beim BIM-Award ausgezeichnet. Foto: DHBW Mosbach /zg

Absolventin der DHBW-Mosbach für Bachelorarbeit zum (Straßen-)Bau ausgezeichnet.

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Mosbach. (pm/red) Ein Programm, das beim Bauen automatisch die Positionsdaten wichtiger Objekte einliest und abgleicht, ob sie sich an der erwarteten Position befinden? Für diese kostensenkende Methode wurde eine DHBW-Bachelorarbeit mit dem dritten Platz des BIM-Awards ausgezeichnet. Vicky Abdic, die vor kurzem ihr Studium des Bauingenieurwesens an der DHBW Mosbach erfolgreich beendete, erzielte dieses hervorragende Ergebnis, das zudem noch mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro dotiert ist.

Am 28. Januar 2022 fand die Preisverleihung des BIM-Awards 2022 der Virtuellen Akademie A6 in einem Online-Format statt. BIM steht für „Building Information Modeling“, eine neue Arbeitsmethode beim Planen, Bauen und Betreiben von Bauobjekten. Abdic war eine von insgesamt 54 Studierenden bzw. Absolventen, die Wettbewerbsbeiträge einreichten. Sie bewarb sich mit ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema „Entwicklung einer Methode zur automatisierten Erkennung von Bruchkanten für die innerbetriebliche Qualitätskontrolle“. Bei ihrem Dualen Partner, dem Bauunternehmen Schwenk, entwickelte sie im Rahmen der Bachelorarbeit ein Programm, mit dessen Hilfe Vermessungsdaten, die durch Drohnen oder Tachymeter aufgenommen wurden, automatisiert ausgewertet werden können, um Bruchkanten zu erkennen, also Kanten, bei der die Höhe „bricht“. Dies ermöglicht die regelmäßige und unmittelbare Überprüfung, ob die Soll- und Ist-Position von relevanten Objekten der Verkehrsinfrastruktur wie Schachtdeckeln oder Randsteinen übereinstimmen. Im Falle einer Abweichung von der geplanten Lage kann der Fehler sofort – und damit vor dem Einbau einer Asphaltschicht – korrigiert werden. Dies ermöglicht eine erhebliche Kosteneinsparung und trägt zur Qualitätssteigerung bei.

Als Schirmherr des BIM-Awards 2022 übergab Winfried Hermann, Minister für Verkehr in Baden-Württemberg, virtuell die Urkunde. „Wir zeichnen junge Studierende für ihre herausragenden Forschungsarbeiten und ihre innovativen Lösungsansätze zum Building Information Modeling, kurz BIM, aus. Ein längerfristiges Ziel ist es, sämtliche Baumaßnahmen im Land mit BIM-Unterstützung zu realisieren. Als Verkehrsminister ist mir besonders daran gelegen, dass Digitalisierung genutzt wird, um zu einer nachhaltigen, klimaschonenden und sicheren Mobilität für alle beizutragen. In unserem Ministerium haben wir für die Weiterentwicklung der digitalen und vernetzten Mobilität ab diesem Jahr eine eigene Abteilung. Wir fördern gerne innovative Studierende. Die Ausgezeichneten machen mich sehr zuversichtlich, dass baden-württembergische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch künftig zu den Vorreitern in Sachen BIM gehören werden.“ Organisiert wurde die Online-Preisverleihung durch das Institut für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart.

Der BIM-Award wird im Rahmen der Virtuellen Akademie A6 für studentische Abschluss- und Projektarbeiten aus den Bereichen BIM (Building Information Modeling) und Digitalisierung im Bauingenieurwesen gestiftet. Dieses Jahr fand die Verleihung des BIM-Awards bereits das fünfte Mal statt. HOCHTIEF PPP Solutions, Johann BUNTE Bauunternehmung, Dutch Infrastructure Fund (DIF) und das BIM-Cluster BW haben insgesamt 20.000 Euro als Preisgeld zur Verfügung gestellt. Die Virtuelle Akademie A6 entstand rund um das Projekt „Verfügbarkeitsmodell BAB A6“. An ihr beteiligen sich Professoren der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, der Hochschulen Biberach, Karlsruhe, Konstanz und Stuttgart, des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universität Stuttgart. Die DHBW Mosbach wird durch Prof. Dr.-Ing. Markus Schönit vertreten.