Mosbach gehört zu den „HostTowns“ der Special Olympics 2023!

Mosbach und Schwarzach sind zusammen und in Kooperation mit der Johannes-Diakonie stolze „Host-Town“ für die Special Olympics World Games Berlin 2023. Den Erfolg bei der Bewerbung präsentierten die Vertreter der Projektpartner um Mosbachs Oberbürgermeister Michael Jann (r.) und Schwarzachs Bürgermeister Matias Haas (3.v.r.) am Mosbacher Marktplatz. Archiv-Foto: frh

Zuschlag aus Berlin kam nach erfolgreicher Bewerbungskampagne – Vorstellung am Mosbacher Marktplatz.

Mosbach. (frh) Durch die Johannes-Diakonie ist Mosbach der Standort der größten Einrichtung ihrer Art für Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg. Die Bewerbung einer Rolle als „Host Town“ (etwa „Gastgeber-Stadt“) für die Special Olympics World Games, die im nächsten Jahr in Berlin stattfinden werden, erscheint dabei fast schon selbstverständlich. Dieser Tage kam nun die Zusage aus Berlin, dass die Große Kreisstadt gemeinsam mit Schwarzach als eine von 216 solcher Host Towns – davon 19 in Baden-Württemberg – ausgewählt wurde.

„Sehr Glücklich, dass es geklappt hat“, zeigte sich Oberbürgermeister Michael Jann, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der Johannes-Diakonie-Mosbach (JDM) ist, am Vormittag des Donnerstags. So empfing er eine Delegation der JDM sowie von der Gemeinde Schwarzach, mit der man sich gemeinsam beworben hatte. Gekommen waren deren Bürgermeister Mathias Haas sowie Hauptamtsleiter Andreas Zettl. Schwarzach ist der zweite Standort der JDM im Neckar-Odenwald-Kreis, weshalb sich die Zusammenarbeit geradezu zwingend anbot – befindet man sich unter den ausgewählten „Hosts“ doch in illustrer Gesellschaft weitaus größerer Städte wie etwa Stuttgart, Freiburg oder Tübingen.

Dass es trotzdem kein Selbstläufer war, betont man bei den Organisatoren. Beteiligt waren in einem gemeinsamen Team die Vertreter der beiden Gemeinden sowie der JDM. Zentrale Rolle spielte dabei Michael Lofink, der selbst 2019 dabei war, als die Spiele in Abu Dhabi stattfanden und von daher über eigene Erfahrungswerte verfügt. Heute ist er Athletenratsvorsitzender für die Teilnehmer/innen aus Baden-Württemberg.

„Am Freitag vor einer Woche“, so erinnert sich Lofink, hatte er per Anruf aus gut informierten Kreisen bereits erfahren, dass Mosbach und Schwarzach dabei sein würden. Strenge Vertraulichkeit musste er allerdings zusichern – und hielt sich daran. „Ich erfuhr es indirekt am Montag, als bekannt wurde, dass die Absagen bereits hinausgegangen sind“, erklärt Jann. Am Folgetag erreichte ihn die freudige Kunde offiziell, die er am Mittwoch auch dem Gemeinderat per E-Mail bekanntmachte.

Die Koordination des Projektteams lag bei Claudia Geiger von der JDM sowie dem Sportbeauftragten der Stadt Mosbach, Philipp Parzer. Als dessen Stellvertreterin fungierte die Gesundheitsmanagerin der städtischen Schulen, Jennifer Amend. Ebenso wirkte die mit Martina Fiederer die Inklusionsbeauftragte der Stadtverwaltung mit. In der medialen Kommunikation unterstützte der Pressesprecher der JDM, Michael Walter.

Sinn und Zweck der „Host Towns“ ist es, den 190 Delegationen von Sportlern aus aller Welt sowie deren Betreuern das „Ankommen“ in Deutschland zu erleichtern. Ebenso gehöre eine „Reise quer durch Deutschland“ zum Programm des besonderen Sportereignisses mit weltweiter Bedeutung zur Umsetzung der UN-Konventionen für Behindertenrechte, wie es Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey in ihrer Gratulation an die Host Towns beschrieb. In Mosbach wie auch in Schwarzach freut man sich bereits sehr auf die internationalen Gäste. Und hofft nicht zuletzt, dass die Corona-Pandemie bis dahin keine allzu großen Hindernisse mehr in den Weg legt.