Viel Geschichte im handlichen Format

Das Mosbacher Jahresheft 2021 halten der Vorsitzende des Geschichts- und Museumsvereins Mosbach, Markus Wieland (l.) und der Leiter des Mosbacher Stadtmuseums, Stefan Müller (r.), in die Kamera. Foto: frh

Mosbacher Jahresheft 2021 erschienen.

Mosbach. (frh) Schon zum zweiten Mal nacheinander ohne Publikum vorgestellt wurde dieser Tage das jährlich erscheinende Mosbacher Jahresheft. In einem Pressegespräch gaben Markus Wieland, Schriftleiter und Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins Mosbach (GMV), sowie der Leiter des Stadtmuseums, Stefan Müller, einen Überblick über die diesjährige Ausgabe der beliebten Schriftenreihe zur Stadt- und Regionalgeschichte.

Von der Corona-Pandemie bedingt gab Markus Wieland im Besprechungsraum der Druckwerkstatt im Stadtmuseum einen Überblick über das 228 Seiten im handlichen A5-Format umfassende Werk zur Heimatgeschichte. Auf die Titelseite mit blauer Hintergrundfarbe hat des erstmals die Abbildung eines der bekanntesten Darstellungen der Großen Kreisstadt geschafft: Der Kupferstich von Matthäus Merian aus dem Jahr 1645.

Der „Merianstich“ ist Thema eines enthaltenen Aufsatzes von Berthold Hergenröder – einem von insgesamt 15 Beiträgen in dem Werk einschließlich Jahresberichten aus dem Stadtmuseum sowie dem Stadt- und Kreisarchiv. Vorangestellt sind Vorworte des Oberbürgermeisters Michael Jann sowie des GMV-Vorsitzenden Markus Wieland. Komplettiert wird der Band wie gewohnt durch ein ausführliches Schrifttums- und Autorenverzeichnis.

„Post mortem“ erscheint ein Beitrag von Oskar Küchler, der bereits 1960 verstorben ist. Küchler war von 1949 bis 1953 Stadtförster in Mosbach. Dessen Lebensdaten hat Dr. Rainer Koepke als Einleitung zu Küchlers Beschreibung der Mosbach umgebenden Wälder unter dem Titel „Wanderungen im Mosbacher Stadtwald“ zusammengestellt.

„Ein Briquetage-Tiegel aus Mosbach-Diedesheim“ ist der Beitrag von Joachim Neumaier überschrieben. Darin geht es um einen archäologischen Fund aus dem Jahr 1988 im Mosbacher Stadtteil Diedesheim.

Deutlich weniger technisch als zuletzt bei seinen Befassungen etwa mit der Entwicklung der Telekommunikation in Mosbach, befasst sich Klaus Goppold diesmal mit Bauwerken der historischen Altstadt im Vergleich eines Zeitfensters von 30 Jahren.

Manfred Biedert steuert auch diesmal wieder einen postgeschichtlichen Beitrag bei. Diesmal geht es in einem zweiten Teil um die Postgeschichte der Nachbargemeinde Schefflenz zwischen 1686 und 2020.

Mit der unmittelbaren Nachbargemeinde Neckarzimmern und deren historischen Rathausbau beschäftigt sich Karlheinz Götz.

Einem Mordfall von 1892 ermittelt Ursula Rauh auf historischem Wege in ihrem Aufsatz hinterher. Durch die Anfrage der auf der Videoplattform „YouTube“ im Internet aktive Filmemacherin Larissa Anton beim Mosbacher Stadtmuseum wurde die Museumsmitarbeiterin Rauh auf das skurrile Thema aufmerksam.

Ein selbst vielen Mosbachern nicht unbedingt bekanntes Haus am Oberen Mühlenweg rückt einmal mehr Dr. Rainer Koepke in den Fokus. Seine Ausführungen drehen sich um die ehemalige „Evangelische Stiftschaffnei“ – ein Verwaltungsgebäude der evangelischen Kirche, das 1908 errichtet wurde.

Museumsleiter Stefan Müller selbst steuert einen kurzen Beitrag über die vor 100 Jahren im Mosbacher Rathausturm eingerichtete „Volkssternwarte“. Mit der Entnazifizierung des Lehrpersonals am heutigen Nicolaus-Kistner-Gymnasium (NKG) nach dem Zweiten Weltkrieg befasst sich ein Text von Sheela Michelle Schmid.

Ebenfalls aus dem NKG stammt eine „Chronologie“ über die Eingemeindung von Neckarelz nach Mosbach. Zusammengefasst hat Markus Wieland diese aus einer Schülerarbeit von Laura Scheck aus der Geschichts-AG der Schule.

Auf den „Internationalen Wettbewerb für Kammerchöre“, den es von 2012 bis 2018 alle zwei Jahre in Mosbach gab, schaut der Musikpädagoge Christof Roos zurück.

Produziert wurde das Mosbacher Jahresheft in der aktuellen Ausgabe 2021 erneut durch die Druckerei Laub aus Elztal-Dallau. Es ist in einer Auflage von 500 Stück erschienen und wird gemeinsam durch den Geschichts- und Museumsverein Mosbach und die Große Kreisstadt Mosbach herausgegeben.

Info:

Das Mosbacher Jahresheft kann für den Preis von 15 Euro im lokalen Buchhandel erworben werden. Mitgliedes des Geschichts- und Museumsvereins Mosbach sowie Museumshelfer/innen des Mosbacher Stadtmuseums erhalten ein kostenfreies Exemplar mit der Post.