Hector-Kinderakademie ist in Mosbach angekommen

Offiziell vorgestellt wurden die Schilder, die Mosbach als 68. Standort der Hector-Kinderakademie ausweisen. Foto: frh

Vorstellung und Schildübergabe vor Sitzung von Gemeinderatsausschuss.

Mosbach. (frh) Unmittelbar vor der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport und Tourismus (BKST) des Mosbacher Gemeinderats konnte Oberbürgermeister Michael Jann in der Alten Mälzerei besondere Schilder in Empfang nehmen. Es sind solche der „Hector-Kinderakademie“, welche durch die Stiftungsvertretung der Hector-Stiftung II in Beisein von Schulleitungen der beteiligten Schulen städtischer Trägerschaft überbracht wurden. Sie weisen Mosbach als deren 68. Standort aus.

Die Stiftung des SAP-Mitbegründers Hans-Werner Hector fördert hochbegabte Kinder der Grundschulklassen eins bis vier und sorgt für die Vernetzung von Lernangeboten hin zu den Gymnasien. Angeboten werden in diesem Zusammenhang u.a. speziell auf das Leistungsniveau der Kinder zugeschnittene Vortragsangebote, die in der virtuellen Form auch für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden können.

Landeskoordinatorin Petra Simmert stellte die mit der beträchtlichen finanziellen Förderung verbundenen Ziele der Hector-Stiftung II vor. Im Kern ginge es darum „dass keine Potenziale verloren gehen“, führte sie aus. Dabei werde besonders darauf geachtet, dass die soziale Reichweite bereit angelegt ist. Mit dem Konzept des sogenannten „Enrichment“ (deutsch etwa „Anreicherung“) werde die schulische Wissensvermittlung erweitert. Der Schwerpunkt liegt auf den sogenannten „Mint-Fächern“ Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Rund 23.000 Kinder würden damit bereits erreicht.

Wie das Konzept in Mosbach umgesetzt werden soll, erörterten die Geschäftsführer Dominik Diemer, Eva Kattermann (beide Nicolaus-Kistner-Gymnasium, NKG) und Marianne Soult (Grundschule Waldstadt). Dabei ginge es primär darum, „aufgeweckte und interessierte Kinder“ für dieses Projekt zu begeistern. Nominiert werden sollen die dafür in Frage kommenden Kinder der verschiedenen Klassenstufen im Alter von sechs bis zehn Jahren durch die Grundschulen selbst.

Untergebracht ist die Geschäftsführung aktuell am NKG, wo man sich vor circa eineinhalb Jahren erstmals traf und unter erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie die Grundlagen erarbeitete. Für die „beherbergende Schule“ sprach NKG-Schulleiter Jochen Herkert von einem „Mosbacher Modellprojekt, das Synergieeffekte schaffen kann“. Dafür sei es gerade in der Anfangsphase wichtig, „viel auszuprobieren“. Räumlich finden die Angebote neben dem NKG auch am Auguste-Pattberg-Gymnasium, für das Schulleiter Dr. Thomas Pauer gekommen war, sowie an der Clemens-Brentano-Schule in Neckarelz ihren Platz. 

OB Michael Jann brachte seine Freude zum Ausdruck, dass im Bereich der frühen Förderung von Hochbegabten nun noch einmal die vorhandenen Möglichkeiten am Bildungsstandort Mosbach gestärkt werden. In seinen Dank an die Beteiligten schloss er auch den Gemeinderat mit ein.