Mosbach in vielen Facetten vorgestellt

Neubürgerinnen und Neubürger Mosbachs hieß Oberbürgermeister Michael Jann im Mosbacher Rathaus willkommen. In einem Folienvortrag erörterte er u.a. statistische Eckdaten sowie aktuell Projekte in der Stadt. Foto: frh

Oberbürgermeister Michael Jann empfing Neubürgerinnen und Neubürger – Resonanz weiterhin in Grenzen.

Mosbach. (frh) Die Anmeldezahl von zwölf Personen hört sich angesichts von um die 1.000 Personen, die sich jedes Jahr mit ihrem Erstwohnsitz in Mosbach registrieren lassen, sehr gering an. Es waren allerdings in den vergangenen Jahren, schon vor der Pandemie, selten mehr. Und so zeigte man sich seitens der Stadtverwaltung auch gar nicht so unglücklich, dass man immerhin eine zweistellige Personenzahl am Eingang zum unteren Rathaussaal am frühen Montagabend zum Neubürgerempfang des Oberbürgermeisters willkommen heißen konnte

Weil bei Rathauschef Michael Jann der Termin versehentlich erst für eine halbe Stunde später im Kalender vermerkt wurde, ergab sich bereits vor dem eigentlichen Empfang die Möglichkeit für das eine oder andere Gespräch und Erfahrungsaustausch. Einige hatten sich ausgiebig auf die Gelegenheit vorbereitet, dem Oberbürgermeister selbst einige Fragen zu stellen.

OB Jann wollte zum Ausgleich der Verspätungszeit „auf einige Details verzichten“, die in seinem Vortragsmanuskript vorgesehen waren. Schon die Vielzahl der Informationen in der an die Wand projizierten Folienpräsentation schränkte dieses Ansinnen allerdings in der Umsetzbarkeit ein. So sprach Jann ausgehend von den statistischen Eckdaten der Großen Kreisstadt über ganz unterschiedliche Facetten, die Mosbach als modernes Mittelzentrum im ländlichen Raum definieren.

Dabei ging es etwa um die hohe Anzahl an öffentlichen Schulen und Schuformen bis hin zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Die öffentliche Infrastruktur, der Behörden und Gerichtsstandort, die unterschiedlich geprägten Stadtteile sowie mehrere internationale Städtepartnerschaften verdeutlichten, dass Mosbach „mit vielem gesegnet“ sei, so Jann. Die beinahe großstadtähnlichen Strukturen fänden sich vergleichbar nur in wenigen Städten mit weniger als 25.000 Einwohnern. Große Bedeutung käme dabei dem ehrenamtlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger zu, das nicht zuletzt auch Eckpfeiler der Freiwilligen Feuerwehr mit starken Abteilungen in den Stadtgebieten sei, die von hauptamtlichen Kräften flankiert wird.

Hier knüpfte Jann direkt an die Kommunalpolitik an und nannte eine Reihe von kostspieligen Investitionsprojekten, um diesen Standard zu erhalten. So flossen etwa zuletzt hohe Millionenbeträge in die Erneuerung von Schulgebäuden in städtischer Trägerschaft. Soziale Projekte, Jugendräume, Badebetriebe und vieles andere mehr hält die Stadt ebenfalls in kommunaler Trägerschaft vor. Michael Jann skizzierte dabei auch eine Reihe von bereits laufenden, weit in die Zukunft hineinreichende Aufgaben wie etwa die Innenstadtsanierung und die Digitalisierung, woran die Neubürger/innen in Fragerunden reges Interesse zeigten.

Nach einem kleinen Imbiss als Stärkung sowie den neuen „Mosbach-Taschen“, gefüllt mit kleinen Präsenten, ging es für die „Neu-Mosbacher“ auf einen Rundgang durch die Kernstadt ihrer Wohngemeinde. Gästeführerin Ursula Geier brachte dabei kenntnisreich die bewegte Geschichte der historischen Fachwerkstadt näher.