Bürgerverein half auch in Corona-Not

Im Kirchengarten vor dem Evangelischen Gemeindehaus Neckarelz fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Bürgervereins „Bura“ Neckarelz statt. Foto: frh

Dr. Steffen Ritter als Vorsitzender wiedergewählt – Vereinsarbeit stabil.

Neckarelz. (frh) Wie schon zur Tradition geworden fand die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins für Ruhestatt, Unterdorf und Auloch, kurz „Bura“ Neckarelz e.V., dieser Tage am Evangelischen Gemeindehaus in Neckarelz statt. Anders als sonst nutzte man bei bestem Wetter aber den Kirchengarten, um über die Vereinsarbeit im vergangenen Jahr zu informieren und auch Neuwahlen zum Vorstand abzuhalten.

Begrüßen konnte Vorsitzender Dr. Steffen Ritter rund 20 Mitglieder. Dass die Corona-Pandemie die Aktivitäten des Bürgervereins eingeschränkt hat, bedurfte dabei keiner näheren Erklärung. Das beliebte Straßenfest in der Ruhestatt, das man sonst alljährlich als zentrale Veranstaltung auf die Beine stellte, musste nach 2020 bereits zum zweiten Mal abgesagt werden. Ritter begründete das im offenen Gepräge des Festes: „Es macht einfach keinen Spaß mit Mund- uns Nasenschutz, auf Abstand sitzend und mit strengen Hygienevorschriften!“ Für 2022 habe man den Neustart des Festes aber wieder fest im Blick.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Ritter darauf ein, dass man in der Pandemiezeit andere satzungsgemäße Aufgaben intensiviert habe. Schnell und unbürokratisch konnte einer Familie im Ahrtal über einen persönlichen Kontakt geholfen werden, die nahezu ihr gesamtes Hab und Gut bei der Hochwasserkatastrophe verlor. Hier wurde binnen 24 Stunden mit einer Summe von 500 Euro geholfen.

Auch bei der Neugestaltung des Spielplatzes in der Ruhestatt wirkte Bura maßgeblich mit. Der Dank ging an das Technische Rathaus und den Bauhof für die konstruktive Zusammenarbeit. Zur Abrundung des runderneuerten Spielplatzes spendete der Bürgerverein drei Bäume, die bereits gepflanzt sind.
Ferner beschrieb Steffen Ritter den Einsatz für mehr Sauberkeit am Neckarvorland durch Mitarbeit beim letztjährigen Stadtputztag sowie Gespräche mit der Kommunalpolitik. Stadtrat Frank Heuß dankte er für dessen Unterstützung, die zur Aufstellung von Abfalleimern mit Spendern von „DoggyBags“ zum Entsorgen von Hundekot führten. Heuß sprach seinerseits dem Vorstandsgremium Dank und Anerkennung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das beständige Engagement für die Ortsgemeinschaft aus.

Im Kassenbericht konnte Schatzmeisterin Bianca Tipold auf eine stabile finanzielle Entwicklung bei Bura verweisen. Seit Gründung hat der Verein kaum Austritte zu verzeichnen und zählt um die 80 Mitglieder. Für die geplanten Aktivitäten im kommenden Jahr stünden ausreichend finanzielle Mittel bereit. So ist etwa der schon traditionelle BURA-Jahreskalender für das Jahr 2022 bereits beinahe druckreif. Dieser soll wieder in begrenzter Auflage in einigen lokalen Ladengeschäften zu bekommen sein, wie etwa in der Stoff- und Kreativstube in Obrigheim. Eine tadellose Kassenführung bescheinigten die Revisoren Frank Rädel und Bernd Amstadt.

Auf Antrag von Dr. Karsten Weber erfolgte einstimmig die Entlastung des Vorstands. Bei den Wahlen stand turnusgemäß eine Hälfte der Mitglieder des amtierenden Vorstands zur Neuwahl an. Unter der Wahlleitung der stellvertretenden Vorsitzenden Katja Brommer wurde zunächst Dr. Steffen Ritter einstimmig als erster Vorsitzender bestätigt. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden darauf Rico Stahl als zweiter stellvertretender Vorsitzender, Schriftführerin Heike Heck, sowie die Beisitzerinnen Julia Lang und Brigitte Amstadt.

Im Anschluss an die Sitzung stand einmal mehr das gesellige Beisammensein im Mittelpunkt. Unter dem Vereinsmotto „Nachbarn und Freunde!“ gab es dann mit einem kleinen Imbiss vom Grill auch gleich etwas Entschädigung für das entfallene Straßenfest.