Ihre Arbeit war Lebensleistung zum Wohle junger Menschen

Am Auguste-Pattberg-Gymnasium verabschiedete man zu Ende des Schuljahres 2021 vier verdiente Lehrkräfte in den wohlverdienten Ruhestand. V.l.: Karl Stumpf, Richard Zöller, Reinhild Beichert, Eberhardt Platzer. Foto: APG /zg

Verabschiedung von vier verdienten Lehrkräften des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in den Ruhestand.

Neckarelz. (pm/red) In einer von Wertschätzung und großer Dankbarkeit getragenen Feierstunde verabschiedete das Auguste-Pattberg-Gymnasium vier äußerst verdiente langjährige Lehrkräfte, „Urgesteine“, wie Schulleiter Dr. Thomas Pauer sie nannte, in den Ruhestand.

OStRin Reinhild Beichert war 1986 von Baden-Baden an das APG gekommen, nachdem sie sich um eine Versetzung zurück in ihre alte Heimat Mosbach bemüht hatte. „Seitdem prägte sie mit ihrer bestimmten und gleichzeitig mütterlichen Art ganze Generationen von Schülerinnen und Schülern“, unterstrich Dr. Pauer voller Anerkennung in seiner Ansprache.

Die engagierte Lehrerin für Latein und Mathematik hat deutliche Spuren an „ihrem“ Gymnasium hinterlassen: Auf sie geht die Einrichtung des „Forum Romanum“ zurück. Zahlreiche Studienfahrten nach Rom organisierte und begleitete sie, und auch im Kulturressort der SMV war sie viele Jahre aktiv. Besonders hob Dr. Pauer auch Beicherts Einsatz bei der Einführung der fünften Klassen hervor: Dass die Jüngsten im Hause heimisch wurden, war ihr immer ein Herzensanliegen.

Als langjähriges Personalratsmitglied „habe ich Frau Beichert ebenfalls besonders schätzen gelernt“, betonte der Schulleiter. Mit Empathie, Sachverstand und einer großer Identifikationsbereitschaft widmete sie sich dieser Funktion. Schulleitung und Kollegium haben ihr viel zu verdanken.

Beinahe ebenso lange, seit 1988, unterrichtete OStR Eberhard Platzer am Auguste-Pattberg-Gymnasium. Man könne ihn als „die gute Seele des Kollegiums“ bezeichnen, so Schulleiter Dr. Thomas Pauer. Über viele Jahre war Herr Patzer für die Homepage zuständig, war jahrzehntelang Verbindungslehrer und rief in dieser Funktion das SMV-Seminar ins Leben, das er lange Zeit selbst organisierte und durchführte. Als „Vater“ der Lego-Technik-AG bereitete er zahlreiche Schüler-Teams auf Wettbewerbe vor und führte sie zum Erfolg, unter anderem in Österreich, Spanien, USA und sogar zur Weltmeisterschaft in Australien.

Die Einführung von Moodle ruhte auf seinen Schultern, und viele große Ereignisse im Schulleben hielt er als Kameramann filmisch fest. Als Pfadfinder ist Eberhard Platzer geleitet von der Überzeugung, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als er sie vorgefunden hat. Am APG ist ihm dies zweifellos gelungen.

1995 kam StD Richard Zöller ans APG, vom damaligen Schulleiter OStD a. D. Hans-Peter Haas als Kollege gewünscht, um Partnerschaften mit dem osteuropäischen Ausland aufzubauen, wofür er u. a. dadurch prädestiniert war, dass er ungarisch spricht. Als Abteilungsleiter war Richard Zöller für die Bildungspartnerschaften verantwortlich und initiierte in dieser Funktion immer wieder wertvolle und bereichernde Projekte für Schülerinnen und Schüler. Zusammen mit einem ehemaligen Kollegen etablierte er den Wettbewerb „business@school“ und führte erfolgreiche Teams bis in das Bundesfinale.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres 1997/98 wurde OStR Karl Stumpf auf eigenen Wunsch an das APG versetzt. Auch ihm lag an der Integration der neuen Fünftklässler; so übernahm er immer wieder die Funktion des Klassenlehrers der fünften und sechsten Klassen und organisierte eine Vielzahl von Landheimaufenthalten.

Besonderes Engagement zeigte er bei der Gestaltung des G9-Konzepts, für das er sich besonders einsetzte. Auch er war lange Jahre im Personalrat vertreten, war Mitglied der Schulkonferenz, leitete die Fachschaft Mathematik und führte den Vertiefungskurs Mathematik im APG ein.

Dr. Pauer dankte den verabschiedeten Lehrkräften für ihren jahrzehntelangen Einsatz und würdigte ihre Arbeit als Lebensleistung, die sie zum Wohle der Schülerinnen und Schüler erbracht hatten.

An die Verabschiedung durch den Schulleiter schloss sich die Beiträge des Personalrats und der Fachschaften an, die die große Anerkennung unterstrich, welche man den scheidenden Kollegen zum Ausdruck brachte.