In Neckarelz entsteht ein neuer Kindergarten

Ein neues Gebäude für den evangelischen Kindergarten „Sonnenschein“ und die Kleinkinderbetreuung der „Spielweise“ entsteht am bisherigen Areal im Münchgraben. Mit dem obligatorischen Spatenstich beginnen nun die Bauarbeiten. Foto: frh

Spatenstich beim ev. Kindergarten Neckarelz – 4,3 Mio. Euro Baukosten.

Neckarelz. (frh) Es hat lange gedauert. Sogar sehr lange, wenn man den Vorlauf der Projektidee über die ersten Gespräche vor mehr als vier Jahren bis hin zu Planungen und Gremienbeschlüssen einbezieht. Mit dem symbolischen Spatenstich am Mittwochnachmittag starten nun aber doch die Bauarbeiten zur Errichtung eines neuen Kindergartens im Münchgraben unweit des historischen Neckarelzer Ortskerns an der Ruhestatt.

Das beengte Bestandsgebäude des Kindergartens „Sonnenschein“, in dem auch die Kleinkindbetreuung des privaten Trägervereins „Spielwiese“ untergebracht ist, weicht nun einem räumlich auf die jetzige Außenfläche versetzten, kompletten Neubau. Insgesamt rund 4,3 Millionen Euro an Baukosten nehmen die Stadt Mosbach und die evangelische Kirchengemeinde Neckarelz-Diedesheim dafür in die Hand. Ursprünglich war lediglich ein Anbau intendiert gewesen.

„Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht“, bekräftigte Jürgen Zimmermann, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, vor rund 50 Gästen im Außenbereich der Kindertagesstätte. Direkt an den Anfang stellte er seinen besonderen Dank an eine Vielzahl von Personen, die an ganz unterschiedlichen Stellen auf dem Weg zur Umsetzung des Projekts mitwirkten. Stellvertretend galt Zimmermanns Willkommensgruß dem Mosbacher Oberbürgermeister Michael Jann, Dekan Folkhard Krall sowie Pfarrer Fritjof Ziegler aus Hüffenhardt.

Erst einmal kurz vom Himmel her mit Regen abgeduscht wurden die „kleinen Bauarbeiter“ in Warnwesten des Kindergartens „Sonnenschein“ und ihren Erzieherinnen um Leiterin Frauke Bolg. Die hurtig herbeigebrachten Schirme ermöglichten dann aber doch das musikalische wie schauspielerische Einstimmen.

An den humorvoll inszenierten Hinweis auf „leere Taschen“ der Kiga-Kinder wollte OB Jann zwar nicht unbedingt anknüpfen, führte aber doch die beachtlichen finanziellen Eckdaten aus. Mit etwa 3,46 Millionen Euro wendet die Stadt Mosbach rund 80% der Baukosten auf. Die Kirchengemeinde, in deren Eigentum das Gebäude fällt, stemmt rund 566.000 Euro. Ferner fließt eine Bundesförderung zur Entlastung beider Seiten in Höhe von 289.000 Euro mit ein.

Gleichwohl betonte Jann auch die kommunalpolitische Bedeutung der Investition: „Das Raumprogramm wird den aktuellen Anforderungen an moderne Kindheitspädagogik gerecht“, beschrieb er. Durch die Schaffung von zehn zusätzlichen Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von unter drei Jahren und neun für über Dreijährige im Ganztagesbetrieb werde ein merklicher Versorgungsbeitrag geleistet. In zwei regulären Kindergarten- und drei Kleinkindgruppen erhalten hier bis zu 80 Kinder ihre Betreuung.

„Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“, zitierte Pfarrer Frithjof Meißner aus Psalm 127. Ein Segensgebet sprach er für einen guten Verlauf der Bauphase.Bevor zum Sektumtrunk geladen wurde, ging es direkt im jetzigen Sandkasten an den symbolischen, mit Beifall begleiteten Spatenstich. Dazu besangen die Kinder noch einmal das, worum es ohne genaue Benennung des Zeitfensters auf dem Areal nun geht: „Wir bauen einen Kindergarten!“