Corona-Infektionszahlen im Landkreis weiterhin auf hohem Niveau

Ein Warnhinweis, die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen zu beachten. Foto: frh

LRA-Pressesprecher: Infektionen in Seniorenheimen werden erst ab drei Fällen bekanntgemacht.

Mosbach. (frh/pm) Weiterhin entspannt sich die Entwicklung der Pandemie auch im vergleichsweise dünn besiedelten Neckar-Odenwald-Kreis kaum. Am Donnerstag war der 7-Tage-Inzidenzwert zwar auf 106,6 gefallen, aber dennoch wurden 23 neue Infektionen mit COVID-19 gemeldet (14 weniger als am selben Tag vor einer Woche, als es 37 waren). Da dieser Tage erneut auch Senioreneinrichtungen und damit häufig Risikogruppen betroffen waren, steht allerdings zu befürchten, dass in Kürz neue positive Testungen aus den Laboren zurückkommen könnten.

Dass man erst ab drei bestätigten Infektionen in Senioreneinrichtungen von einem „Ausbruch“ spricht, erklärte der Pressesprecher des Landratsamts (LRA) des Neckar-Odenwald-Kreis, Jan Egenberger, auf Nachfrage. So lange dieser Schwellenwert nicht erreicht wird, werde auch nicht öffentlich kommuniziert, wenn es Infektionsfälle in einer Senioreneinrichtung im Landkreis gibt. „Das hat epidemiologische Gründe“, stellte er heraus – durch die Dokumentation, die in den Heimen über Besucher und Personal erfolgt, könne man bei nur einzelnen Fällen meistens die Infektionsketten gut nachvollziehen.

Nach Informationen von Mosbacher-Zeitung.de gibt es mehrer Pflegeeinrichtungen im Landkreis, die dieser Tage mit Infektionen zu tun hatten. Einige davon blieben in den Mitteilungen der Pressestelle des LRA – wohl aus besagten Gründen – bisher unerwähnt.

Immer wieder erreicht das neuartige Corona-Virus auch Schülerinnen und Schüler. Ein besonderer Schwerpunkt lässt sich bezüglich der Schulen aus den Zahlen jedoch aktuell nicht ablesen, da es sich meist um einzelne Fälle in der Schüler- oder Lehrerschaft handelt. Vieles spricht dafür, dass die Ansteckungen nicht in den Schulhäusern stattfinden, in denen weitgehend identische Hygienekonzepte bestehen.

Die Schwierigkeiten, die für die Bildungseinrichtungen selbst aus jedem einzelnen Fall durch Quarantäne und organisatorischem Aufwand entstehen, sind trotzdem erheblich. Zu beobachten ist allerdings auch, dass auf Pausenhöfen, insbesondere bei weiterführenden Schulen, die Abstandsgebote durch Schüler/innen doch recht häufig nicht eingehalten werden.

Zuletzt waren aus dem Stadtgebiet Mosbachs die Ludwig-Erhard-Schule sowie das Auguste-Pattberg-Gymnasium (APG) mit je einer Neuinfektion betroffen. Bezüglich dem APG meldete das LRA den betreffenden Fall erst am Donnerstag, wobei dieser aber bereits vom Montag datiert, wie Jan Egenberger erörterte. Dies liege daran, dass bei positiver Testung von Schüler/innen, die nicht im Landkreis wohnen, die Informationen die Pressestelle des hiesigen LRA ab und an erst mit Verzögerung erreicht.

Die Schule wurde aber durch das zuständige Gesundheitsamt bereits am Montag in Kenntnis gesetzt und die nötigen Maßnahmen der Quarantäneanordnung bezüglich der Kontaktpersonen ersten Grades wurden veranlasst. Der Schulbetrieb konnte an beiden genannten Schulen fortgesetzt werden.

Ferner haben die Neckar-Odenwald-Kliniken an den beiden Standorten in Mosbach und Buchen wegen der gestiegenen Fallzahlen derzeit einen Besucherstopp verfügt. Dieser ist vorläufig auf mindestens zwei Wochen angesetzt.

 

Info: Bei Fragen zu den Fällen und generell zu der Corona-Pandemie stehen geschulte Mitarbeiter des Landratsamts Neckar-Odenwald-Kreis unter den Telefonnummern 06261/84 3333 und 06281/5212-3333 zur Verfügung. Die Mitarbeiter sind unter der Woche von 8 Uhr bis 16 Uhr und am Wochenende von 11 Uhr bis 15 Uhr erreichbar.