„Ohne Bewegung geht es nicht“

Neue Wege geht man am Nicolaus-Kistner-Gymnasium mit "Alternativem Sportunterricht" in Corona-Zeiten. Foto: NKG /zg

Schulsport in Zeiten von Corona am Nicolaus-Kistner-Gymnasium – ,,Alternativer Sportunterricht‘‘.

Mosbach. (pm/red) Mit Freude an der Elz entlang, Vitamin D tanken und bei fitnessorientierten Spaziergängen den Herbst in Mosbach genießen – darüber können sich die Schülerinnen und Schüler des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums (NKG) derzeit freuen. Der Fachschaft Sport ist gerade jetzt Bewegung an der frischen Luft besonders wichtig. Daher haben die Schulleitung des Mosbacher Gymnasiums unter Leitung von OStD Jochen Herkert und Studiendirektorin Marion Stoffel zusammen mit dem Krisenteam und der Sportfachschaft den ,,Alternativen Sportunterricht“ eingeführt.

,,Dadurch kommen unsere Schülerinnen und Schüler viel an die frische Luft. Neben der Bewegung kann die Achtsamkeit der Schülerinnen und Schüler trainiert werden, indem sie durch spezielle Übungen ihre Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt lenken und Ihre Wahrnehmung schulen“ so Dr. Katrin Blatz, Sportlehrerin am NKG, über die Erfahrungen mit Ihrer Klasse. Aufgrund der Einschränkungen im Sportunterricht, beispielsweise sollen ,,alle Betätigungen ausgeschlossen‘‘ werden, ,,für die ein unmittelbarer Körperkontakt erforderlich‘‘ ist, haben sich die Verantwortlichen zu diesem Schritt entschlossen, der in der Schülerschaft sofort auf Begeisterung gestoßen ist.

Die Klassen gehen für ihren Sportunterricht nicht mehr in die Jahnhalle oder die schuleigenen NKG-Hallen, sondern treffen sich mit ihrem Sportlehrer im Hauptgebäude, schnüren die Wanderstiefel oder ziehen Sportschuhe an, um sich rund um das Schulzentrum zu bewegen. Die Schule ist dabei ein idealer Ausgangspunkt. Im Bereich der Elz gibt es unheimlich viele Möglichkeiten sich aktiv zu bewegen, ebenso mit einer Wanderung ins Naturschutzgebiet auf dem Hamberg, inklusiv einem herrlichen Ausblick auf Mosbach aus dem dortigen Pavillon, oder mit einem Abstecher auf die beliebte Joggingstrecke in der Waldstadt mit ihrem neugestalteten „Trimm-Dich-Pfad“.

Verbinden kann man die neuen sportlichen Bewegungsformen auch mit dem Besuch der einen oder anderen Sehenswürdigkeit in Mosbach und Umgebung, um dann dort noch jeweils kleinere geschichtliche Hintergründe während des alternativen Sportunterrichts mit einfließen zu lassen. ,,Man erfahre dabei auch mal Dinge, über die man normalerweise nicht spricht, z.B. die Lieblingsgerichte oder die Namen der eigenen Hühner…‘‘, wie Oberstudienrätin Daniela Steiner mit etwas Schmunzeln zum Ausdruck bringt. Sie habe in der neuen Unterrichtsform auch schon Leistungen für das Sportabzeichen abgenommen, Standweitsprung und Seilspringen funktionieren auch in Coronazeiten sehr gut. Randsportarten und Breitensport können dadurch auch eine höhere Bedeutung erhalten. Seilspringen, Walking, Geschicklichkeitsübungen, Gymnastik – beim alternativen Sportunterricht sind keine Grenzen gesetzt.

In den Sportkursen der Oberstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler nun ihre Theoriestunden, die im Bildungsplan vorgesehen sind, und die Sport-Leistungskursler bei Tobias Schölch, die sich auf die Abiturprüfung vorbereiten, trainieren nach wie vor in den üblichen Sportstätten, haben aber durch die Aufteilung des Unterrichts dafür mehr räumliche Möglichkeiten zu Verfügung. Neben dem ,,Alternativen Sportunterricht‘‘ hat das Nicolaus-Kistner-Gymnasium seit Anfang des Jahres zudem auch eine digitale ,,NKG Fitness-School‘‘ unter der Leitung von Dr. Katrin Blatz gegründet, damit zusätzlich von Zuhause mit Anleitung trainiert werden kann.