„Familienheim“ rüstet für die Zukunft

Dr. Klaus-Dieter Roos (l.) hielt letztmals als geschäftsführender Vorstand der Baugenossenschaft „Familienheim“ Mosbach den Bericht des Vorstands. Sein Nachfolger wird Jens Neser (m.), der bereits jetzt mit ihm in einer Doppelspitze fungiert. Foto: frh

Mitgliederversammlung bei der Mosbacher Baugenossenschaft – Dr. Klaus-Dieter Roos hielt letztmals Bericht.

Mosbach. (frh) Ihre diesjährige Mitgliederversammlung „auf das Nötigste reduziert“ hat die Baugenossenschaft (BG) „Familienheim“, stellte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Flicker gleich eingangs heraus. Im kleinen Saal der Alten Mälzerei konnte er rund 20 Mitglieder willkommen heißen. Bei strenger Beachtung der Corona-Schutzvorschriften verzichtete man diesmal auf Ehrungen (die auf anderem Wege nachgeholt werden) und anschließendes gemeinsames Abendessen. Dass die Zusammenkunft dennoch nötig war, liege jedoch in der Natur der Satzung, wo doch wichtige Beschlussfassungen auf der Tagesordnung standen.

Für den letzten Bericht seiner 14-jährigen Amtszeit trat der geschäftsführende Vorstand Dr. Klaus-Dieter Roos ans Rednerpult. „Im Wesentlichen sehr gute Zahlen“ hatte er nach eigenem Bekunden und auch namens seines Vorstandskollegen Peter Maurus vorzustellen. Und dabei reduzierte er seine Ausführungen auf die Eckdaten des umfangreichen Bilanzwerks. Für die gute und langjährige Zusammenarbeit fügte er Dankesworte hinzu. „Für unsere Genossenschaft tätig sein zu dürfen, war mir stets eine große Ehre“, schloss er unter lange anhaltendem Beifall.

Wie man die BG „Familienheim“ in der jüngeren Vergangenheit durch weitsichtige Planungen „Fit für die Zukunft“ gemacht habe, zeigte der neue Vorstand Jens Neser auf, der bereits mit Roos in einer „Doppelspitze“ fungiert. Und auch welche laufenden Projekte man derzeit verfolgt, illustrierte Neser anschaulich. So entstünden im Mosbacher Gewann „Mittel“ zwei neue Doppelhaushälften und drei Reihenhäuser. Die Baumaßnahmen sollen im November beginnen und bis Frühjahr 2022 abgeschlossen sein. Die neuen Immobilien seien bereits reserviert und sollen in der Preisklasse ab 399.000 Euro veräußert werden, was damit unter 3.000 Euro pro Quadratmeter liege, führte Neser aus.

Für den Aufsichtsrat hob Thomas Flicker den eingeleiteten Wechsel im Amt des geschäftsführenden Vorstands hervor. Durch einstimmiges Votum hatte das Gremiums Jens Neser, der bisher als Prokurist und Leiter des Rechnungswesens tätig war, zum Nachfolger des in Kürze in Ruhestand tretenden Dr. Klaus-Dieter Roos gewählt, der aber als Vorstandsmitglied noch erhalten bleibt (wir berichteten bereits). Aus dem Prüfbericht konnte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Matthias Neureither vermelden, dass keinerlei Beanstandungen enthalten seien, die eine Stellungnahme gegenüber dem Prüfverband notwendig machen würden.

Jeweils einstimmig wurde zunächst der Jahresüberschuss festgestellt und danach auf Vorschlag des Vorstands die Gewinnverteilung beschlossen, welche eine Dividende von drei Prozent zur Ausschüttung vorsieht. Auf Antrag des früheren Vorsitzenden der BG Familienheim, Horst Jürgen Müller, wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet.