„Einheitsbuddeln“ bringt Mosbach eine neue Linde

Einen Lindenbaum pflanzten Minister Peter Hauk, OB Michael Jann, der Präsident des Gartenbauverbands Baden-Württemberg-Hessen, Gerhard Hugenschmidt sowie Marcel Münkel vom Landesvorstand Baden-Hessen des Bundes deutscher Baumschulen (v.l.), am sogenannten Platz der Gänseliesel an der Carl-Theordor-Straße. Foto: frh

Baumpflanzaktion an der „Gänseliesel“.

Mosbach. (frh) Es ist selbst unter Mosbachern nicht unbedingt jedem bewusst, was und wo die „Gänseliesel“ ist. Der Platz am oberen Ende der Carl-Theodor-Straße nahe dem Mehrgenerationenhaus hat keine offizielle Namensgebung, wird aber geprägt durch die von dem Bildhauer Kurt Moser geschaffene Skulptur an der kleinen Grünfläche mit Sitzgelegenheiten. Nun kommt hier eine neue Attraktion hinzu: Die „Einheits-Geburtstagslinde“, die dort am frühen Montagnachmittag im Rahmen der Aktion „Einheitsbuddeln – Bäume pflanzen, jetzt auch im Ländle“ zum 30. Tag der Deutschen Einheit gepflanzt wurde.

Nach Mosbach gelotst hatte die Aktion der Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, MdL Peter Hauk (CDU). Die im Vorjahr in Schleswig-Holstein begonnene Aktion, die sich zum Ziel gesetzt hat, dass für jeden Bundesbürger und jede Bundesbürgerin ein Baum gepflanzt wird, trägt der Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen (GVBWH) gemeinsam mit dem Landesverband Baden-Hessen im Bund deutscher Baumschulen nun nach Südwestdeutschland.

Von einer „Herkulesaufgabe“ sprach der eigens aus dem südbadischen Lörrach angereiste Präsident des GVBWH, Gerhard Hugenschmidt, wo doch die Zielmarke sei, in Baden-Württemberg rund 11 Millionen Bäume entstehen zu lassen. Einer davon solle nun die neue Linde sein, die in Mosbach eine alte Kastanie ersetzt, die gefällt werden musste. Dass es sich um einen besonders für Bienen und Insekten attraktiven Baum handelt, stellte er, unisono mit GVBWH-Verbandsgeschäftsführer Jochen Reiss sowie Marcel Münkel vom Landesvorstand Baden-Hessen des Bundes deutscher Baumschulen, als wichtiges Auswahlkriterium heraus.

Und auch Minister Peter Hauk betonte den umweltpolitischen Aspekt, wonach „die Wirkung dieser Bäume nicht zu unterschätzen“ sei. Vor allem sei es aber „ein schönes Symbol“, dass hier nun ein Baum gepflanzt wird, der an den 30. Jahrestag der deutschen Einheit erinnert. Oberbürgermeister Michael Jann freute sich über die „ganz andere Aufenthaltsqualität“, die hier nach und nach entstehe. Dass man seitens der Stadt noch eine kleine Tafel hinzufügen wolle, die auf den Anlass der Pflanzung hinweist, versprach er an Ort und Stelle. Im Anschluss  wurde in wenigen Minuten das ausgehobene Erdloch gefüllt und die stolze Linde damit mit der Aussicht auf kräftiges Wachstum angepflanzt.