Mit Zange und Säcken am Neckarvorland aufgeräumt

Am Neckarufer entlang der Stelzenbrücke in Neckarelz sammelten die fleißigen Helfer reichlich Unrat ein. Foto: frh

Stadtputz- und Freiwilligentag in Mosbach – Schwerpunkt am Neckarvorland in Neckarelz.

Mosbach/Neckarelz. (frh) Nachdem der ursprünglich geplante Stadtputztag in Mosbach wegen der Corona-Pandemie nicht hatte stattfinden können, gab es am Samstagvormittag eine Nachholaktion. Und diese legte die Stadt Mosbach mit dem Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen, so dass der Stadtputz dieses Jahr noch einen etwas größeren Umfang erreichen konnte.

Wie nötig eine zusätzliche Reinigung nicht nur im traditionellen Schwerpunkt des Stadtparks in der Kernstadt, sondern auch am Neckarvorland in Neckarelz gewesen ist, wurde schnell deutlich. Der Bürgerverein für Unterdorf, Ruhestatt und Auloch, kurz „Bura“ Neckarelz, hatte schon über längere Zeit auf die dortigen Zustände hingewiesen. Dem Bura-Vorsitzenden Dr. Steffen Ritter gelang es, die Bürgerstiftung der Region Mosbach für die Problematik zu sensibilisieren und deren Unterstützung zu gewinnen. So stemmten Freiwillige des Bürgervereins wie der Stiftung die Reinigungsaktion gemeinsam. Ebenso schlossen sich eine Gruppe der Landsmannschaft der Donauschwaben Mosbach um deren Vorsitzenden, Altstadtrat Anton Kindtner, sowie Mitglieder des Lions Clubs „ElzNeckar“ mit an.

Marco Garcia (l.), Kuratoriumsvorsitzender, und Dr. Frank Zundel (r.), Vorsitzender der Bürgerstiftung für die Region Mosbach, traten direkt vor Ort in Gespräche, wie man das Neckarvorland in Neckarelz aufwerten könnte. Foto: frh

„Diesen sehr schönen Bereich hier könnte man mit überschaubaren Mitteln deutlich aufwerten“, unterstrich Dr. Frank Zundel. Gemeinsam mit Marco Garcia, Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung trat er direkt vor Ort in erste Gespräche ein, wie man hier Veränderungen anstoßen und unterstützen könnte. „Es ist immerhin das Tor zu Mosbach“, stellte Steffen Ritter heraus.

Jede Menge Abfall sammelten die zahlreichen Helferinnen und Helfer ein, die zunächst am Marktplatz zusammenkamen und die Bereiche auf der Karte einteilten. Zu finden war nahezu alles, was man sich so an Unrat vorstellen kann – vom Kaffeebecher über Getränkeflaschen zu Pizza-Kartons bis hin zu skurrilen und mitunter ekelhaften Sauereien aus allen Bereichen eines Hausstandes. „Besonders schlimm ist es mit Zigarettenkippen“ befand viel der Freiwilligen Helfer. Dass inzwischen nahezu jede öffentliche Sitzbank einem Aschenbecher ähnelt, sorgte für einige Verärgerung. Reinigung war in solchen Extremfällen mit dem vorhandenen Greifwerkzeug kaum möglich. Die Forderung nach mehr Kontrolle und höheren Strafen für weggeworfenen Unrat kamen dabei ebenfalls auf.

Nach rund zweieinhalb Stunden fand man sich wieder am Neckarelzer Marktplatz ein. Wie auch in der Kernstadt Mosbach versorgte Mandy Epp von der Stadtverwaltung die ehrenamtlichen Reinigungskräfte mit einem Vesperpaket sowie den T-Shirts des Freiwilligentages Rhein-Neckar. Der Bürgerverein Bura hatte ebenfalls für einen kleinen Imbiss gesorgt.