Belastung steigt trotz weniger Einsätzen

Über die Arbeit des DRK Mosbach in der schwierigen Situation der Corona-Krise informierten Präsident Gerhard Lauth und Geschäftsführer Steffen Blaschek (v.r.) sowie Rettungsdienstleiter Michael Kiefner und für die ehrenamtlichen DRK-Einsatzkräfte Kreisbereitschaftsleiter Urban Fuchs (v.l.). Foto: frh

Pressegespräch beim Deutschen Roten Kreuz Mosbach zur Situation des Rettungsdienstes in der Corona-Pandemie.

Mosbach. (frh) In einem Pressegespräch informierte dieser Tage der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Mosbach über die Situation des Verbands in der Corona-Krise. Dass die Pandemie noch keineswegs vorbei ist, unterstrich Präsident Gerhard Lauth gleich eingangs. Deshalb berichte man nur über eine „Zwischenbilanz“, ohne den weiteren Fortgang absehen zu können.

Wie viel Arbeit die „ehrenamtliche Säule“ der DRK-Retter geleistet habe, stellte Geschäftsführer Steffen Blaschek heraus. „Die bisher schon 7.930 ehrenamtlichen Arbeitsstunden sind eine enorme Leistung“, so Blaschek. Kreisbereitschaftsleiter Urban Fuchs saß als deren Repräsentant mit am Tisch. Er beschrieb die veränderten Alltagsanforderungen, die man in einem durchdachten System gemeinsam mit den Hauptamtlichen bewerkstelligt habe.

Ebenso konnte Rettungsdienstleiter Michael Kiefner von dem auf hohem Niveau noch gestiegenen Grad der Belastungen berichten. Zwar seie die Zahl der Einsätze zurückgegangen, dafür aber wurden viele der verbliebenen umso schwieriger. Die mentale Seite sei dabei nicht zu unterschätzen, kam er auf den Dienst in der Leitstelle zu sprechen. Weil über Monate „fast alles dort angekommen“ sei, galt es umso mehr, bei gesundheitsbezogenen Anfragen, selbst wenn diese nicht immer zum Notruf gehörten, einen gangbaren Weg aufzuzeigen. Die Ruhe zu bewahren in Zeiten enormer Anspannung ist zwar nicht immer einfach, gehöre aber zu den Grundvoraussetzungen dieser Tätigkeit. Weiterentwicklungen wie das System der „Mobilen Retter“ habe man etabliert, um praktische Verbesserungen zu erreichen – über GPS-Koordination werden bei Meldung von Notfällen geschulte Kräfte per Smartphone-App alarmiert, die sich zufällig gerade in der Nähe aufhalten und so die Maßnahmen der ersten Hilfe eventuell noch schneller unterstützen können.

Dank und Anerkennung an alle engagierten DRK-Rettungskräfte sprach Gerhard Lauth gerne aus: „Hut ab und vielen Dank dafür“, würdigte der Präsident. Es sei zwar erfolgreich gelungen, „zu beweisen, was wir können“, aber „in diese Situation will niemand zurück“, fasste Lauth die Zeit des „LockDowns“ zusammen. Weiterhin mahne man intensiv, nicht leichtfertig zu werden im Umgang mit den Schutzmaßnahmen wie dem Abstand halten, Gesichtsmasken tragen und Hygiene. Eine „zweite Welle“ oder das Wiedererstarken eines noch präsenten Infektionsgeschehens könnte das Erreichte schnell wieder zunichtemachen.