Die Auszeit in der Corona-Krise effektiv genutzt

Das Heimatmuseum in der Neckarelzer Rathausgasse. Foto: frh

Neckarelzer Heimatverein bereitet sich auf Neustart vor.

Neckarelz. (pm/red) Mit der Corona Pandemie kamen neben dem gesellschaftlichen Leben und der Wirtschaft auch die Aktivitäten der Vereine ins Stocken. Diese Einschränkungen treffen den Heimatverein Neckarelz-Diedesheim, wie die meisten Vereine, sehr hart. Angesichts der Einschnitte im Wirtschaftsleben versucht der Vereinen aber „mit Zuversicht, Improvisationskunst und neuen Ideen“, wie Vorsitzender Werner Pfisterer in einer Pressemitteilung ausführt, das Vereinsleben wieder im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in Gang zu bringen.

Oberstes Gebot sei der Schutz der Mitglieder und Gäste des Heimatmuseums. Schweren Herzens haben man die monatlichen Museumssonntage eingestellt und die öffentlichen Aktivitäten zum Vatertag, zum Pfingstmarkt, zur Kerwe sowie zum Weindorf abgesagt. Mit den Lockerungen für den Gaststätten und Hotelbereich konnte man bereits wieder zaghaft die Nutzung der Waldhütte am Sturz zulassen.

Die Zeit der eingeschränkten Möglichkeiten nutze man durch intensive Aufarbeitung des „Liegengebliebenen“. In Eigenarbeit konnten man den Abstellraum in der Parkscheune, den die Stadt Mosbach zur Aufbewahrung der zerlegbaren Hütte zur Verfügung stellt, ordnungsgemäß ausbauen. Durch Auslagerung verschiedener Utensilien aus dem Museumsgebäude wurde eine lang aufgeschobene Arbeit in Angriff genommen. Der Boden im Küchenraum musste neu eingebracht werden. „Dies wurde in vorbildlicher Art und Weise mit eigenen Kräften gemeistert“, so Pfisterer.

Einher ging auch die Vorbereitungen für die geplante neue Ausstellung. Dietrich Haedermann aus Neckarelz zeigt eigene Aquarellarbeiten in verschiedenen Techniken. „Die Exponate sind in den Ausstellungsräumen und Vitrinen gekonnt platziert und mit entsprechenden Hinweisen und Notizen gekennzeichnet“, freut sich Pfisterer. Die Eröffnung gebe man rechtzeitig bekannt. Der Verzicht auf eine standesgemäße Vernissage sei den Einschränkungen der Corona Pandemie geschuldet.

Bis Ende der Sommerferien würden die erforderlichen gesetzlichen Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen in Museen zum Schutz der Besucher eingerichtet. Es seien „immense persönliche und staatliche Anstrengungen unternommen worden, diese Pandemie einzuschränken und schrittweise dem Lebensrhythmus wieder Normalität zu geben“, stellte Werner Pfisterer heraus. Vereine könnten „ihr Scherflein dazu beitragen“, indem mit in kleinen Schritten versucht wird , dies zu unterstützen. Weiterhin freue man sich über Unterstützung und Besuche nach der Wiedereröffnung.