Dem Landkreis wurden „helfenden Hände“ gereicht

Über Spenden von Desinfektionsmitteln des Ludwigshafener Chemiekonzerts BASF konnten sich Rettungsdienste des Neckar-Odenwald-Kreises freuen. Die offizielle Übergabe fand im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel vor dem Landratsamt in Mosbach statt. Foto: frh

Chemiekonzert BASF spendete Desinfektionsmittel für Rettungsdienste des Neckar-Odenwald-Kreises.

Mosbach/Neckar-Odenwald-Kreis. (frh) Der Bedarf an Desinfektionsmittel überschritt in der ersten Hochphase der Corona-Krise die vorhandenen Kapazitäten bundesweit mitunter massiv. An „teilweise schon abenteuerliche Bezugswege“ erinnert sich Landrat Dr. Achim Brötel nur zu gut. Umso mehr freue man sich, dass die Reserven nun mit Hilfe des Ludwigshafener Chemieriesen BASF auf ein gutes Niveau wieder aufgefüllt werden konnten.

Bei einer kurzen Zusammenkunft vor dem Landratsamt unter Wahrung der gebotenen Abstände wurden 400 Liter von dem kostbaren Gut an Vertreter/innen der lokalen Rettungsdienste offiziell übergeben. Schon zuvor hatte der BASF-Konzern durch sein wohltätiges Programm „Helping Hands“ („helfende Hände“) bereits über 800 Liter für die Neckar-Odenwald-Kliniken zur Verfügung gestellt, als sie dringend gebraucht wurden. Kostenlos werde damit der komplette Bedarf der kreiseigenen Kliniken mit einer weitergehenden Zusage bis Ende Juni abgedeckt. Der Landrat wies darauf hin, dass es derzeit im Neckar-Odenwald zwar recht gut aussehe, was die Überwindung der Pandemie betrifft, die Gefahr aber noch nicht gebannt sei. Eine „zweite oder gar dritte Welle“ des neuartigen Corona-Viruses drohe nach wie vor. Deshalb sei es weiterhin sehr wichtig, sich an die geltenden Schutzmaßnahmen zu halten. Sein Dank galt den ganz überwiegend ehrenamtlich getragenen Blaulichtorganisationen für deren „riesige Gemeinschaftsleistung“ in der Ausnahmesituation.

Und nicht zuletzt dankte Achim Brötel dem Unternehmen BASF als Spender – die neuerliche Zuwendung im Wert von mehr als 4.000 Euro sei dadurch noch bemerkenswerter, dass die BASF selbst gar kein Hersteller von Desinfektionsmitteln oder deren wesentlichen Rohstoffe ist. Sie sind dort nur vorhanden gewesen, „weil sie zur Herstellung anderer Produkte gebraucht worden wären“. So konnte Brötel seine Auführungen positiv zusammenfassen: “Wir können heute sagen, dass wir inzwischen auch insofern für die Zukunft wirklich gut gewappnet sind, die Bestände, die wir aktuell bevorraten, hoffentlich aber nie brauchen werden.“