Pirat und Hulk kamen in die „Quarantänestation“

Die „Corona-Verdachtsfälle“, Pirat Bürgermeister Michael Keilbach und „Hulk“, alias Stadtrat Frank Heuß, kamen mit samt mexikanischem „Corona-Bier“ in die mobile Quarantänestation in Gestalt eines Holzkäfigs. Foto: KG Neckario /zg

Närrische Rathausstürmung in Mosbach mit einigem Schabernack.

Mosbach. (frh) Am Samstag, den 22. Februar um Punkt 11.11 Uhr war es wieder soweit: Mit der traditionellen Rathausstürmung übernahmen die Narren die „Macht“ in Mosbach. Zur heißen Phase des Straßenkarnevals gehört auch die rituelle Übernahme der Staatsgewalt durch das heimische Narrenvolk bis Aschermittwoch. Die närrischen Horden sammelten sich um 10.30 Uhr am Ludwigsplatz und setzten sich von dort aus mit musikalischer Begleitung der Guggenmusikgruppe „Binemer Schnoogebadscher“ sowie flankiert von der Stadtmauergarde der Kolpingfamilie zum Marktplatz in Bewegung. Die zur Machtübernahme anrückenden Jecken wurden dort bereits erwartet von der Stadtkapelle. Im Tross dabei war auch das Neckarelzer Dreigestirn aus Neck und Nixen von der KG „Neckario“.

Einen Schwangerentransport nach Buchen auf einem Tragebrett hatte Bürgermeister Michael Keilbach (r.) an Stadträtin Michaela Arnold (M.) zu testen. Foto: frh

Bürgermeister Michael Keilbach und eine Reihe von Stadträtinnen und Stadträten verteidigten – mit Unterstützung von Landrat Dr. Achim Brötel – das Rathaus mit „Kamelle“ von der großen Treppe aus. Bald ergriff jedoch die Stadtmauergarde der Kolpingfamilie „Huddelbätz“ Brötel und Pirat Keilbach, die danach, gemeinsam mit den Stadträten/innen, einigen Schabernack über sich ergehen lassen mussten. Unter der gemeinsamen Moderation des neuen Neckario-Präsidenten Martin Husfeldt sowie Achim Schick und Erich Markowitsch vom Narrenduzend St. Cäcilia durften die Amtspersonen sich mit einer ganzen Reihe von aktuellen Themen auf karnevalistische Weise befassen. Da ging es um die Geburtshilfe in Mosbach, die es zukünftig nicht mehr geben soll, oder um den Einfall des Corona-Virus. „Bürgermeister-Pirat“ Keilbach und „Hulk“ alias Stadtrat Frank Heuß mussten als „Verdachtsfälle“ in die mobile Quarantänestation in Form eines Narrenkäfigs. Aber auch eine spitzfindige Büttenrede der „Ober-Kiwwelschisser“ Alexander Rechner und Thilo Erbacher, welche allerlei kommunalpolitische Themen auf die Schippe nahm, gehörte zum Programm.

Nachdem Bürgermeister Keilbach den Rathausschlüssel und das „Stadtsäckel“ ausgehändigt hatte, wurde mit wechselweise skandiertem „Kiwwele, Kiwwele – Hoi, Hoi, Hoi!“ und dem „Ahoi!“ der Neckario die närrische Machtübernahme bis Aschermittwoch ausgerufen. Für das leibliche Wohl beim anschließenden Beisammensein vor dem Rathaus und im unteren Rathaussaal sorgt der Service-Club „Inner Wheel“.