Beim Skifahren entstand „inklusive“ Gemeischaft

Schülerinnen und Schüler des Neckarelzer Auguste-Pattberg-Gymnasium waren auf "inklusiver" Ski-Tour zusammen mit der Schwarzbach-Schule der Johannes-Diakonie Mosbach in Schwarzach. Foto: APG /zg

Inklusions-Skilauf Schwarzbach-Schule und Auguste-Pattberg-Gymnasium in Österreich.

Neckarelz/Obertilliach-Osttirol. (pm/red) Würde sich das Dörfchen in der Schweiz befinden, könnte man behaupten, hier sagen sich Heidi und der Alm-Öhi noch heute gute Nacht. Und genau das macht den Reiz und die wundervolle Stimmung des in Österreich gelegenen Dorfidylls aus. Fernab des ansonsten häufig in den Alpen vorzufindenden hektischen Massenbetriebs liegt dieser Ort auf einer eindrucksvollen Hochebene von 1.450 Metern Höhe und bietet jede Menge Skivergnügen. Und genau hier durfte wieder einmal eine Schülergruppe des Neckarelzer Auguste-Pattberg-Gymnasiums (APG) und der Schwarzbach-Schule der Johannes-Diakonie Mosbach in Schwarzach eine gemeinsame Woche verbringen, um in ihrem bereits seit nunmehr acht Jahren erfolgreich stattfindende Inklusionsprojekt das Skilaufen zu erlernen bzw. es zu festigen.

Direkt in der Nachbarschaft des von allen führenden nordischen Skinationen genutzten Biathlonzentrums liegt das kleine, aber feine Skigebiet Golzentipp. Nicht nur der wohl bekannteste Einwohner des Ortes, der norwegische Biathlet und Skilangläufer Ole Einar Bjørndalen, erkannte schon frühzeitige die optimalen Bedingungen dieses Tales, sondern auch die Regisseure um James Bond, welche im aktuell noch letzten Film „Spectre“ der Bondreihe dieses Dorf für Dreharbeiten nutzten. Bei „Kaiserwetter“ und bestens präparierten Pisten hatten alle Teilnehmer eine gesamte Winterwoche lang ein tolles Skivergnügen. Allerdings stand nicht nur der gemeinsame Sport im Mittelpunkt des Interesses, sondern die Gemeinschaft startete schon am Morgen mit dem Vorbereiten des Frühstücks, an dem sich alle beteiligten und mithalfen. Abgerundet wurde der sportliche Tag dann am Abend mit dem gemeinsamen Kochen und Abendessen und zahlreichen Gesellschaftsspielen.

Dadurch kamen sich die beiden Gruppen immer näher und neue Freundschaften entstanden. Touristen des Ortes fiel die heterogen zusammengesetzte Gruppe anscheinend die gesamte Woche so positiv auf, dass man bei zahlreichen Liftfahrten immer wieder viel Lob für ein derartiges Projekt und die einfühlsame und ausdauernde Arbeit der beteiligten Personen und des Lehrpersonals zu hören bekam. Alle Beteiligten waren sich deshalb am Ende des Aufenthaltes einig, dass gerade eine solch positive Bewertung Außenstehender mehr als nur eine Ermutigung für eine Fortsetzung des Projekts darstelle.