Der Erfolg spricht für die Fortsetzung

Heimatvereinsvorsitzender Werner Pfisterer und der Vorsitzende des Bürgervereins "Bura" Neckarelz, Dr. Steffen Ritter, eröffneten den Neckarelzer Dreikönigsmarkt in dessen neuen Rahmen. Foto: frh

Neckarelzer Dreikönigsmarkt kam auf dem Parkplatz bestens an.

Neckarelz. (frh) Räumlich leicht verschoben startete der Neckarelzer Dreikönigsmarkt in seiner fünften Auflage am Sonntagnachmittag vor reichlich Publikum. Platz gefunden hat der Markt nun am Parkplatz des Bildungshauses auf eben der Fläche, wo in früheren Jahren der örtliche Weihnachtsmarkt beheimatet war. Der Bürgerverein für Unterdorf, Ruhestatt und Auloch, kurz „Bura“ Neckarelz sowie der Heimatverein Neckarelz-Diedesheim hatten das Fest in einem erneuerten Rahmen umgestaltet. Zwei Festzelte und mehrere Holzhütten waren bereitgestellt, die von Marktbeschickern bewirtet wurden.

Zahlreiche Besucher/innen strömten an beiden Tagen auf das Festgelände des Neckarelzer Dreikönigsmarkt am Parkplatz des Bildungshauses Neckarelz. Foto: frh

Bura-Vorsitzender Dr. Steffen Ritter gab den Grundschulkindern des Chores der Clemens-Brentano-Schule (CBS) das Zeichen zur stimmungsvollen Eröffnung unter Leitung von Lehrerin Elke Bohlinger. Einige an Weihnachten erinnernde Lieder kamen zu Gehör der Eröffnungsgäste. „Etwas romantischer“ sei der Markt im Garten des Bildungshauses vor der Remise zwar schon gewesen, räumte der Vorsitzende des Heimatvereins, Werner Pfisterer, unumwunden ein, beschrieb aber sogleich den Vorteil der Verlagerungauf durchweg befestigtem Untergrund: „Hier bekommt man keine kalten Füße“. Pfisterer lobte die Zusammenarbeit zwischen dem traditionell auf Brauchtumspflege ausgerichteten Heimatverein und dem Bürgerverein, der vorwiegend die Gestaltung von Lebensqualität in den Wohngebieten im Blick hat. Bura-Vorsitzender Dr. Steffen Ritter schloss in den Dank die Marktbeschicker ebenso mit ein wie nicht zuletzt das Bildungshaus. Die Flächen mit ihrer Infrastruktur seien eine wichtige Grundlage. Schwierigkeiten bestünden aber dennoch: Einige Marktbeschicker hatten aus verschiedenen Gründen kurzfristig abgesagt und zuletzt was der Besuch bei schlechteren Wetterbedingungen nicht konstant. „Wir müssen uns Gedanken machen, ob und wie der Dreikönigsmarkt erhalten bleiben soll“, so Ritter.

Die Präsenz der zahlreichen Besucher schien die Frage bereits zu beantworten. Dennoch fällt es insbesondere dem Heimatverein angesichts einer alternden Mitgliederstruktur zunehmend schwer, genügend ehrenamtliche Mitarbeitende zu finden. Mangels ausreichend verfügbarer Kräfte konnte man im eigenen Festzelt keinen Stand betreiben. Musikalisch unterhielten die Chöre der Männergesangsvereine „Neckarperle“ Neckarelz am Sonntagnachmittag sowie „Sängerlust“ Diedesheim am „Epiphaniastag“.

Die Sternsinger kamen am Montagnachmittag zum Abschluss ihrer Sammelaktion auf das Festgelände. Das Wetter hatte es am zweiten Tag noch besser gemeint als schon zum Auftakt und ermöglichten durch die zahlreichen Besucher/innen bei phasenweise strahlendem Sonnenschein, dass die Spendenbüchsen sich zügig füllten. Für die kleinen Gäste gab es ebenfalls reichlich Programm: So waren einige Lamas von TTP-König vom Stockbronner Hof in ihrem Gehege zu bestaunen. Unter der Leitung von Heike Heck vom Bura-Vorstand gab es ein Wachsfigurengießen, das die Kreativität der Kinder sichtlich anregte.

Der Folkmusik-Chor „O’Greenwood“ aus Obrigheim sang beim Konzert zum Dreikönigsmarkt im Tempelhaus. Foto: frh

Zum Rahmenprogramm des Dreikönigsmarktes gehört wie in den Vorjahren ein Konzert. Im benachbarten Tempelhaus trat am Montagabend der Folkmusik-Chor „O’Greenwood“ aus Obrigheim auf. Dabei war das Tempelhaus mit zwischen 150 und 200 Besuchern bis an seine Kapazitätsgrenzen besetzt – sogar auf der Empore begnügten sich einige Zuhörer mit Stehplätzen. Gekonnt bot der von Alexander Rützel geleitete Chor irisch-kältische Folksongs dar, die das Publikum sichtlich begeisterten. Die Sänger trat im Rahmen des Dreikönigsmarkts ohne Gage und unter Verzicht auf Eintrittsgelder auf – am Ausgang wurde um Spenden gebeten.