Bei zu viel Wein keimt Verdacht auf

Unterschiedlichste Charaktere treffen auf der VfK-Theaterbühne in Diedesheim zusammen. Der Wein führt dabei zu allerlei Verdächtigungen. Foto: frh

VfK-Theatergruppe Diedesheim eröffnete ihre neue Spielzeit.

Diedesheim. (frh) Schon seit Jahrzehnten gehört beim VfK Diedesheim neben dem Sport auch das Theaterspielen fest zu den Sparten des Vereins. Ihre neue Spielzeit startete die insgesamt rund 30 Aktive umfassende, längst weit über die Mosbacher Stadtgrenzen hinaus bekannte Theatergruppe dieser Tage mit mehreren Auftritten. Und die Premiere auf der durch eine Spende der Firma MPDV in Höhe von 5.000 Euro runderneuerten Bühne stieg am Samstagabend vor einem ausverkauften Haus mit 200 Besuchern in der VfK-Halle. Unter ihnen war auch Landtagsabgeordneter Georg Nelius (SPD).

Oma Augusta (gespielt von Gabi Bergmann aus Diedesheim) schreckt in dem Bühnenstück nicht vom Waffenvorhalt zurück, auch nicht gegenüber dem „Schorle Kalle“ (gespielt von Rainer Ehmann). Foto: frh

„Wein, Weib und andere Katastrophen“ heißt das von Erich Koch geschriebene Bühnenstück in drei Akten, zu dem Larissa Grebhardt als Theatersprecherin begrüßen konnte.  Wie schon das Diedesheimer Ortswappen einen Rebenstock zeigt, spielt der Wein dann und wann seine erheiternde Rolle in dem Bühnenstück. Da beginnt bereits die erste Szene mit dem nahezu omnipräsenten „Schorle-Kalle“ (gespielt von Rainer Ehmann), der als „Gelegenheitstrinker“ weitaus mehr mitbekommt, als man meinen könnte. Und dabei entsteht manche scharfsinnige Analyse, die in ganz nüchternem Zustand wohl kaum so treffsicher möglich wäre. Da ist das Winzer-Ehepaar Heiner (Bernd Heck) und Ute (Gabi Bergmann aus Obrigheim), auf deren Hof sich die Haupthandlung abspielt. Oma Augusta (Gabi Bergmann aus Diedesheim) und Tochter Charlotte (Nadja Grebhardt) sind hier ebenfalls zuhause. Die benachbarte Fischteichinhaberin Liesel (Michaela Heck) sucht nach einem „Schwarz-Fischer“ und hat dabei mehrere Verdächtige ausgemacht. Der Ganove Gerold (Edgar Rüdele) angelt unter den Feriengästen nach einer Frau zum Ausnehmen und hat bei der nach Luxus strebenden Christa (Claudia Henn), die mit dem einfältigen Erfinder Kurt (Erwin Löhr) verheiratet ist, Erfolg. Für den verlassenen Kurt ergibt sich aber schon bald eine neue Option mit Liesel, deren Sohn Peter (Georg Lörch) derweilen um seine Liebe zu Charlotte kämpft. Am Ende sind es mehr oder weniger Zufälle, welche alles in Wohlgefallen auflösen.

Nach dem Fall des letzten Vorhangs unter dem begeisterten Applaus des Publikums für sämtliche Akteure stellte Abteilungsleiter Erwin Löhr seine Schauspielkollegen/innen vor. Er selbst wurde von Bernd Heck vorgestellt. Dankesworte richtete Löhr ebenso an die Souffleusen Erika Rüdele und Heidi Selbitschka sowie an die Verantwortlichen im Bereich Maske und Frisur: Ralf Metzger, Heike Heck, Gaby Heck, Kerstin Heck und Beate Leister. Ferner wurde den Helfer/innen im Hintergrund gedankt, die in den Pausen zwischen den Akten für zünftige Bewirtung sorgten.