Bauberufe kamen auf den Schulhof

Der „Baubus“ des Verbands der Bauwirtschaft Baden-Württemberg machte im Schulhof der Lohrtalschule Mosbach Station. Foto: frh

„Baubus“ des Verbands der Bauunternehmer an der Lohrtalschule.

Mosbach. (frh) Der vielzitierte Fachkräftemangel trifft manche Branchen mehr als andere: Eine davon ist die der Bauunternehmungen. Randvolle Auftragsbücher zu haben und hohe Preise aufrufen zu können, ist für die Betriebe wirtschaftlich schön – ein Dilemma entsteht jedoch, wenn man wegen Personalmangels die Nachfrage nicht mehr voll bedienen kann und damit das Potenzial unausgereizt lassen muss. Um dem entgegenzuwirken, machte dieser Tage der „Baubus“ an der Lohrtalschule Station.

In der Baubranche spielen Auszubildende von Anfang an eine größere Rolle als anderswo – sie arbeiten körperlich hart, verdienen aber vergleichsweise gutes Geld. Dass sich in der Branche vieles weiterentwickelt hat, verdeutlichen die interaktiven Module des zwölf Meter langen und zweieinhalb Meter breiten, auf rund 25 Quadratmetern begehbaren Busses. Der Verband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg reist damit quer durchs Land, um Jugendliche für eine Berufsausbildung im Bereich der Bauwirtschaft zu begeistern. Von Bauwerkzeugen und Materialien über Miniaturkräne bis hin zu Simulatoren gab es hier jede Menge rund um die Bauberufe zu erkunden. So durfte am originalgetreuen Steuer eines Radladers platzgenommen werden. Mittels 3D-Brille konnte man sich sogar virtuell auf eine Baustelle versetzen lassen. Bauingenieur Manfred Hettich stand als fachkundiger Ansprechpartner zur Verfügung. Und im kleinen Besprechungsraum im hinteren Teil des Busses gab Maurermeister Jürgen Mayer praxisnahe Informationen zu Ausbildungswegen und Laufbahnen im Baugewerbe.

Und auch die Schüler/innen hatten sichtlich ihren Spaß. Simulatoren und Geschicklichkeitsübungen mit steuerbaren Kranminiaturen erinnerten ein wenig an technisches Spielzeug. Selbst wenn manche sofort freimütig erkannten, die eigene berufliche Zukunft nicht auf dem Bau zu sehen, dürften zumindest interessante Einblicke geblieben sein. „Bau dein Ding“, wie es auf dem Bus zu lesen ist, wird hier zum Programm auf vier Rädern.