Ein „inhaltsschweres Leichtgewicht“ zur Lokalgeschichte

Das druckfrische Mosbacher Jahresheft 2019 zeigten die Autoren um Schriftleiter Markus Wieland (3.v.r.) gerne. Foto: frh

Mosbacher Jahresheft 2019 erschienen – Stadt- und Lokalgeschichte im handlichen Formt.

Mosbach. (frh) Das Mosbacher Jahresheft ist längst eine der Standardplattformen für Veröffentlichungen zur Mosbacher Stadtgeschichte und zunehmend auch weiterer Lokalhistorie. Dieser Tage wurde der 29. Jahrgang der beliebten Schriftenreihe im unteren Rathaussaal vorgestellt. Von einem „inhaltsschwerem Leichtgewicht“ hatte Stefan Müller, Leiter des Mosbacher Stadtmuseums, bereits im Vorfeld gesprochen. Müller begrüßte vor um die 50 Besucherinnen und Besucher auch namens von Oberbürgermeister Michael Jann und Bürgermeister Michael Keilbach.

Markus Wieland, Vorsitzender und Schriftleiter des Geschichts- und Museumsvereins (GMV), der das Mosbacher Jahresheft gemeinsam mit der Stadt Mosbach herausgibt, oblag es, die Neuererscheinung mit ihren 128 Seiten im A5-Format vorzustellen. Auf die Vorworte von OB Jann und des GMV-Vorsitzenden Wieland folgen in dem Heft insgesamt acht Aufsätze zur Stadt- und Lokalgeschichte. Den Anfang macht dort eine kurze Ausarbeitung von Werner Kramer über die seltene „Türkenbund-Lilie“ und deren Vorkommen in den Wäldern bei Mosbach. Bertold Hergenröder befasst sich mit der alten Elzmündung in Neckarelz. Um die Nachbargemeinde Schefflenz mit der historischen Existenz von Märkten in Oberschefflenz dreht sich der Beitrag von Dr. Karl Wilhelm Beichert. Seine postgeschichtliche Reihe setzt Manfred Biedert mit dem zweiten Teil eines Aufsatzes zur flächendeckenden Einführung der badischen Landpostanstalt fort. Über die Namensgeber zweier Mosbacher Schulen – Wilhelm Stern und Heinrich Pestalozzi – schreibt Peter Zimber. Von Karl Heinz Neser stammt ein Beitrag zu 100 Jahren Badischer Revolution im ländlichen Raum. Und Klaus Goppold zeichnet die Entwicklung der Mosbacher „City im Wandel“ mit deren gewerblicher Nutzung bis in die heutige Zeit nach. Berichte aus dem Stadtmuseum von Stefan Müller sowie aus dem Stadt- und Kreisarchiv von Martina Rantasa und Alexander Rantasa sind wie gewohnt feste Bestandteile. Ein Schrifttum- sowie ein Autorenverzeichnis runden das Werk ab.

Im Anschluss an die Vorstellung des Mosbacher Jahreshefts referierte Dr. Karl Wilhelm Beichert vor zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer über „Streiflichter aus der Geschichte von Schefflenz“. Das Mosbacher Jahresheft ist zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums Mosbach sowie im Buchhandel erhältlich. ISBN: 978-3-88260-099-5.