Berufe ins Klassenzimmer gebracht

Beim Berufsinformationstag an der Gemeinschaftsschule Obrigheim stellten Ausbildungsbetriebe, wie hier der evangelische Kindergarten Obrigheim, vor kleinen Schülergruppen ihre Berufsfelder vor. Die Bandbreite reichte dabei von der Privatwirtschaft über soziale Berufe bis hin zum öffentlichen Dienst. Foto:

Hauseigene Ausbildungsmesse an der Gemeinschaftsschule Obrigheim.

Obrigheim. (frh) Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, standen für Jugendliche selten so gut wie heute. Wie lange der hohe Bedarf an Berufseinsteigern noch anhält, ist jedoch schwieriger abzusehen, wo bereits die ersten verdüsternden Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen. Umso mehr sieht man bei der Gemeinschaftsschule Obrigheim (GMSO) die Notwendigkeit, Betriebe und Schüler frühzeitig in Kontakt zu bringen, damit die richtigen Leute rechtzeitig zu den passenden Stellen kommen. Zum dritten Mal fand am Mittwoch der Berufsinformationstag als eine Art hausinterne Ausbildungsmesse für die achten bis zehnten Klassen statt.

„Es hat sich bewährt und kommt sowohl bei unseren Schülerinnen und Schülern als auch bei den Betrieben gut an“, zeigte sich Lehrer Michael Haag, der als Beauftragter für Berufsorientierung an der GMSO fungiert, begeistert von der beständigen Resonanz. Seit 2013 verfügt die Schule über die „BoriS“-Zertifizierung, die von Arbeitgeberverbänden getragen wird. Ebenso freute er sich, dass erstmals auch die benachbarte Realschule Obrigheim einige Schülerinnen und Schüler zu dem Infotag schickte. Wer weiß, was etwa eine „Fachkraft für Fruchtsafttechnik“ tut?.  Eben auf solchen weniger frequentierten Berufsfeldern seien derzeit die Chancen auch für Schüler mit weniger guten Noten aussichtsreich. Dass aber immer die sozialen Grundlagen vorhanden sein müssen, weiß man an der GMSO: Freundlichkeit, Pünktlichkeit und respektvolles Verhalten anderen gegenüber nehmen an der Gemeinschaftsschule hohen Stellenwert ein.

In dem geräumigen Schulhaus der früheren Grund- und Hauptschule stand jedem der acht teilnehmenden Ausbildungsbetriebe mindestens ein Klassenzimmer zur Verfügung. In Kleingruppen von fünf bis 20 Schüler/innen bekamen die potenziell zukünftigen Azubis hier einen Eindruck vom jeweiligen Betrieb aus erster Hand vermittelt. Mit dabei waren die regionalen Unternehmen Aalberts Surface, Kaufland und Weißhaar. Soziale Berufe wurden vom evangelischen Kindergarten Obrigheim und dem Johanniter-Seniorenhaus Tannenhof vorgestellt. Aus dem öffentlichen Dienst waren die Polizei, das Landratsamt Neckar-Odenwald sowie die Bundesagentur für Arbeit vor Ort.