Mosbacher DRK übernimmt Einsatzkommando im Landkreis

Bei einer Pressekonferenz zur Neustrukturierung der DRK-Rettungsdienste im Neckar-Odenwald-Kreis zum Jahr 2020 standen die Präsidenten der DRK-Kreisverbände Buchen und Mosbach, Roland Burger und Gerhard Lauth (v.l.), sowie die Geschäftsführer Rede und Antwort. Foto: frh

Rettungsdienste im Neckar-Odenwald-Kreis kommen in eine Hand – Pressekonferenz der DRK-Kreisverbände Buchen und Mosbach.

Mosbach. (frh) Noch aus der Zeit der vormaligen Altkreise Buchen und Mosbach, die heute den Landkreis Neckar-Odenwald bilden, bestehen zwei eigenständige Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Ein Stück näher rücken sie ab kommendem Jahr zusammen: Das DRK Mosbach übernimmt die Sparte des Rettungsdienstes (Notfallrettung und Krankentransporte) in Buchen unter sein Einsatzkommando, wie die beiden Kreisverbände bei einer gemeinsamen Pressekonferenz dieser Tage im DRK-Servicecenter Mosbach in der Bleichstraße bekanntgaben.

„Die Stimmung ist gerade nicht bei allen so gut“ beschrieb der Mosbacher DRK-Präsident und frühere Oberbürgermeister Gerhard Lauth den regelmäßig nicht ganz einfachen Prozess einer Betriebsübernahme. Die Ansprache, die zu der Umstrukturierung führte, war seitens des DRK Landesverbands mit Sitz in Stuttgart erfolgt. Weil es um eine hoheitliche Aufgabe mit Garantenstellung geht, muss die zuständige Gliederung des DRKs gewährleisten, dass im Bedarfsfall die Einsätze mit dem notwendigen Fachpersonal den rechtlichen Anforderungen gemäß geleistet werden können. Und hier war das DRK in Buchen zuletzt an seine Grenzen gelangt. Die Ursachen erscheinen einleuchtend: Landesweit sind viele Stellen im Rettungsdienst derzeit unbesetzt und abseits der städtischen Ballungsräume gestaltet sich die Personalfindung noch schwieriger.

Dass dem DRK Buchen die Auslagerung der Rettungsdienste in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) zwischen beiden Kreisverbänden lieber gewesen wäre als die jetzt beschlossene Übernahme, daraus machte dessen Präsident Roland Burger, der auch Bürgermeister der Stadt Buchen ist, keinen Hehl. Das DRK Mosbach hatte sich jedoch aus einer Reihe von Gründen der Praktikabilität dagegen entschieden, wie Gerhard Lauth darlegte – zumal der Kreisverband Buchen die notwendige Kapitaleinlage nicht ohne Zutun des DRK-Landesverbands hätte aufbringen können. Dennoch machten beide Seiten auch klar, dass man mit der jetzt gefundenen Lösung, wonach der Rettungsdienst beider Kreisverbände zum Januar 2020 komplett auf das DRK Mosbach übergeht, leben könne. Eine Fusion der beiden Kreisverbände sei angesichts vieler verbleibender Aufgaben derzeit kein Thema.  Die von DRK-Mitarbeitern in Buchen geäußerte Sorge bezüglich veränderter Arbeitsbedingungen konnten die beiden Geschäftsführer Steffen Blaschek (Mosbach) und Joachim Herrmann (Buchen) entgegentreten. „Die Mitarbeiter wechseln zu gleichen Bedingungen, es gilt derselbe Tarifvertrag“, beschrieb Herrmann.