30 Jahre mit La Quebrada-Honda verbunden

Mit einem Gottesdienst in der Marienkirche feierte der Perukreis Neckarelz-Diedesheim den „Tag für Peru“ sowie die Entstehung der ersten Partnerschaft vor 30 Jahren, deren Wurzeln sogar noch zehn Jahre weiter zurückreichen. Foto: frh

Perukreis Neckarelz-Diedesheim feierte doppeltes Jubiläum – Firmlinge stellten vor 40 Jahren die ersten Kontakte her.

Neckarelz. (frh) Was vor 40 Jahren über die Behandlung der christlichen Soziallehre im Firmunterricht entstand, ist heute zu einer gewachsenen Verbindung geworden: Die Perupartnerschaft der katholischen Kirchengemeinde „Mose“. Solche Beziehungen nach Peru, seit 1986 Partnerland der Erzdiözese Freiburg, bestehen quer durch die Pfarreien der Region. Firmlinge der Pfarrgemeinde St. Maria begründeten die ersten Kontakte zur Kinderspeisung im peruanischen Arequipa aber bereits 1979. Zehn Jahre später besiegelte man die Partnerschaft nach La Quebrada-Honda. Somit konnte beim diesjährigen Perusonntag in der Marienkirche doppeltes Jubiläum gefeiert werden.

Pfarrer Dr. Stefan Rencsik und Diakon Erich Luffer zelebrierten die Messe vor um die 100 Besucherinnen und Besuchern. Im Altarraum hatte man ein in Peru geknüpftes Bildnis, das eine Art Ortsansicht zeigt, aufgestellt. Ebenso gab es den Teil eines Regenbogen-Kunstwerks zu sehen, deren vervollständigenden Gegenstücke sich in den Partnergemeinden in Peru befinden. Neben der Partnerschaft zu dem kleinen Andendorf La Quebrada-Honda bestehz seit 2011 noch eine weitere in der Ort Maras, unweit der Großstadt Cusco. Einen Rückblick auf die 40 Jahre zurückliegenden Anfänge sowie die nunmehr 30 Jahre der bestehenden ersten Perupartnerschaft band man in die Liturgie ein. Katharina Henrich begrüßte für den von Hans-Dieter und Resi Schiemer geleiteten Perukreis Neckarelz-Diedesheim. Horst und Erna Uhl sowie Gemeindereferentin Luise Reiland beschrieben in ihren Beiträgen, dass indigenen Völkern Südamerikas noch heute immer weiter die Lebensgrundlage genommen werde. In seiner Predigt ging Pfarrer Rencsik auf instabiler werdende Verhältnisse in der Welt ein.

Im Anschluss wurde zu einem Beisammensein mit einem Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen ins benachbarte Gemeindehaus St. Maria eingeladen. Anders als in den Vorjahren hatte der Perukreis statt einer Tombola diesmal einen kleinen Flohmarkt organisiert. Ebenso stellten die Engagierten ihre Arbeit für die internationale Partnerschaft vor. Der Perukreis setzt sich über Spendenmittel primär für die Verbesserung der Schulsituation ein. So wird etwa Mädchen aus entlegenen Außengemeinden in den Anden ermöglicht, durch Unterkunft in Don-Bosco-Heimen eine Schulbildung zu bekommen. Darüber hinaus finden gegenseitige Besuche statt.