„Eine Anlage wird niemals fertig!“

Mittels moderner EDV wird die detailreiche Anlage der IG Modellbahn des Auguste-Pattberg-Gymnasiums gesteuert und überwacht. Foto: frh

IG Modellbahn und Eisenbahnfreunde Mosbach zeigten kleine Loks und Landschaften.

Neckarelz. (frh) Was in den 80er- und 90er-Jahren noch ein absolut angesagtes Hobby war, ist heute fast schon eine Rarität: Die gute alte Modelleisenbahn! Dieser Tage gab es in der neuen Aula des Auguste-Pattberg-Gymnasiums (APG) die Möglichkeit, solche detailversessenen Anlagen zu sehen und auch selbst ein wenig die Mini-Züge zu rangieren. Eingeladen hatte dazu die IG Modellbahn des APG, die von den Eisenbahnfreunden Mosbach unterstützt wurden.

Ein Abschnitt aus der detailreichen Anlage der IG Modellbahn des Auguste-Pattberg-Gymnasiums. Foto: frh

Der ehemalige Lehrer Gerd Kästel, der 2012 in den Ruhestand ging, hatte die AG im Jahr 1981 im Rahmen von Projekttagen ins Leben gerufen. Und daraus entstand bis heute mit ihren über 50 Metern Länge bei einem Maßstab von 1:87 eine der größten schulischen Modellbahnen in Süddeutschland. Obwohl dem Jahrhunderthochwasser 1994 nahezu die komplette, ursprüngliche Merklin-Anlage zum Opfer fiel, ging es weiter. Ab da baute man in der modernem Form der Moduleinheiten, die sich leichter transportieren lassen, was auch den Weg auf externe Ausstellungen eröffnete. Im heimischen APG stellt die IG derzeit alle zwei Jahre aus und bekommt dabei Unterstützung von den Eisenbahnfreunden Mosbach.

Letztere hatten eine geräumige Anlage mitgebracht, die durch allerlei Variationen von städtischen und ländlichen Szenarien rund um die Schiene darstellt. „Eine Anlage wird niemals fertig“, sagt Eberhard Prentki, der ehemaliger Eisenbahner ist und seit Jahrzehnten dem Modellbahn-Hobby nachgeht. Sven Zänger, ebenfalls seit der Schulzeit in der IG Modellbahn, hatte zusätzlich seine Privatanlage mitgebracht. Während die meisten der gezeigten Module der Phantasie entspringen, ist seine Anlage an die „Karwendelbahn“ angelegt. „Zumindest ist sie am Alpenraum orientiert“, beschrieb er die über mehrere Ebenen gleichzeitig platzsparende Bauart. Ebenso war eine kleinere Kinder- und Jugendanlage aufgebaut, die etwas weniger filigran ausgestaltet ist, dafür aber jede Menge Fahr-und Rangierspaß mit den Trafos in der Hand ermöglicht.