Ausbildungschancen für Jugendliche stehen in vielen Branchen gut

In einem Rundgang verschafften sich die Eröffnungsgäste aus der Politik einen Überblick über die fünfte zentrale Lehrstellenbörse des Neckar-Odenwald-Kreises in der Neckarelzer Pattberghalle. An vielen Ständen entstand dabei Gelegenheit zum Gespräch mit der heimischen Wirtschaft. Foto: frh

Fünfte Kreis-Lehrstellenbörse in der Pattberghalle.

Neckarelz. (frh) Von einem großen „Markt der Möglichkeiten“ für junge Leute sprach Landrat Dr. Achim Brötel bei der Begrüßung zur fünften Kreis-Lehrstellenbörse Neckar-Odenwald dieser Tage in der Neckarelzer Pattberghalle. 41 gemeldete Stände von privatwirtschaftlichen Unternehmen, Innungen, Institutionen und beruflichen Schulen ermöglichten die unmittelbare Kontaktaufnahme auf der Suche nach dem Wunschberuf. Gemeinsame Träger sind die Handwerkskammer (HWK) Mannheim, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, der Landkreis Neckar-Odenwald sowie die Stadt Mosbach.

Für Letztere sprach Oberbürgermeister Michael Jann von sich umkehrenden Verhältnissen am Ausbildungsmarkt: „Mittlerweile suchen die Jugendlichen sich ihre Betriebe aus“. War es noch Anfang der Jahrtausendwende oft schwierig, überhaupt eine Lehrstelle zu finden, so dass Abstriche gemacht wurden, haben heute viele Schulabsolventen die Auswahl. Auf die veränderten Gegebenheiten ging auch IHK-Geschäftsführer Harald Töltl ein. Klaus Hoffmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Mannheim, lobte die kooperative Umsetzung des Projekts durch IHK und HWK gemeinsam mit Stadt und Landkreis. Im Anschluss führte er den Tross der Eröffnungsgäste, zu dem auch Bundestagsabgeordneter Alois Gerig (CDU), Obrigheims Bürgermeister Achim Walter sowie einige Stadt- und Kreisräte gehörten, auf einem ersten Rundgang durch die Halle.

„Interaktion“ in Form des Ausprobierens vor Ort gab es in vielfältiger Form bei den Handwerksbetrieben. Was die Resonanz betrifft, könnten es diesmal etwas weniger angehende Auszubildende als in den Vorjahren gewesen sein. Diejenigen, die kamen, äußerten sich aber vielfach positiv. Wohl auch durch das Ausbleiben von Bewerbern mit Hochschulreife stehen die Chancen für Absolventen der mittleren Bildungsabschlüsse derzeit in vielen Branchen sehr gut: Dass man auch Jugendlichen mit schwächeren Schulnoten eine Chance gebe, wenn die sonstigen Voraussetzungen stimmen, war an vielen Ständen zu hören. Anders sieht es allerdings in kaufmännischen Berufen aus, wo es weiterhin oft Bewerberüberhang gibt.