„Eine große Hocketse“ im Ortskern gefeiert

Mit dem „Wein von daheim“ stießen die Macher des Heimatvereins Neckarelz-Diedesheim um Vorsitzender Werner Pfisterer (2.v.l.) und Stadtrat Frank Heuß (r.) auf den Start des Neckarelzer Weindorfs an. Foto: frh

Neckarelzer Weindorf bot Plattform für heimische Winzer.

Neckarelz. (frh) Das Wetter hatte es anfangs nicht so wirklich gut gemeint mit dem alljährlichen Weindorf des Heimatvereins Neckarelz-Diedesheim am Marktplatz rund um den Ortsbrunnen. Geschützt von dem neuen, geräumigen Zelt, das der Heimatverein unter der organisatorischen Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Martin Bell dort platzierte, ließ sich der „Wein von daheim“ dennoch ohne zusätzliches Wasser von oben verkosten. Und mit der auswahlreichen Bewirtung entstand frühherbstlicher Festcharakter.

„Wir sind hier kein Volksfest, sondern eine große Hocketse“, rief Heimatvereinsvorsitzender Werner Pfisterer den Eröffnungsbesuchern zu, die angesichts des Regenwetters am frühen Abend noch nicht ganz so zahlreich gekommen waren wie in den Jahren zuvor. „Hocketse“ steht dabei in der badischen Mundart für eine gemütliche Runde des Zusammensitzens. Und dafür spielte das Wetter dem Fest am darauf folgenden Sonntag bestens in die Karten. Die Standbetreiber waren weitgehend dieselben wie schon in den vergangenen Jahren und kamen ausschließlich aus dem Ort und der näheren Umgebung.

Mit dabei war am Stand des Heimatvereins Neckarelz-Diedesheim selbstredend auch der „Kreisler“-Wein, den die landkreiseigene „Digeno“ in Diedesheim anbaut. Dort gab es ebenso kulinarische Verköstigung in Gestalt von zünftiger Paprikawurst. Ebenfalls vom Diedesheimer Schreckberg stammt der Rebensaft, den Alfred und Birgit Kuntscher gemeinsam mit Gerhard und Ulrike Henrich anbauen und an ihrem Stand beim Weindorf nahezu exklusiv anbieten. Wie gewohnt dabei waren Marion Wagner-Herkel und Karlheinz Heiß, die ausschließlich frische Speisen zubereiten und diesmal unter anderem mit Pizza und Flammkuchen aufwarteten. Internationale Küche brachte einmal mehr die Familie Elci mit ein. Für Fisch-Feinschmecker hatte der „Ranch-Laden“ von Liliana Lang aus Neckarzimmern, der auch von den Neckarelzer Wochenmärkten bereits bekannt ist, einiges mitgebracht.