So spalten die Grünen die Gesellschaft!

Wald und Natur in Mosbach. Foto: frh

Von Frank Heuß.

Ja, es ist lobenswert, sich für eine gute Sache aktiv einzusetzen! Die Umwelt zu schützen oder sie zumindest nicht sinnlos zu verschmutzen ist eine Selbstverständlichkeit und wurde bereits in den 90er Jahren in den Grundschulen mit allerlei Projekten vermittelt. Dabei aber den Anstand zu verlieren und die Interpretation von Fakten ins Irrationale zu verkehren, heiligt auch das nicht. Die „Fridays for Future“-Bewegung der jungen Schwedin Greta Thunberg wirkt trotz aller Ernsthaftigkeit des Themas bisweilen wie politisch gesteuerte Massenbespaßung.

Auf den Demos wird rhythmisch gehüpft, geklatscht, gesungen, geschrien – es entsteht ein Unterhaltungscharakter, der junge Menschen natürlich anzieht. Heute wird aber darüber hinaus legitimiert, dafür die Schule zu schwänzen, respektlos aufzutreten und sämtliche Nebenwirkungen auszublenden. Sogar die öffentliche Ordnung zu brechen wird bisweilen als vom höheren Zweck der Forderung nach mehr Klimaschutz relativiert betrachtet. Noch in den 90er Jahren wären hier von der Elterngeneration klare Grenzen eingezogen worden.

Faktisch ist Deutschland für nicht einmal drei Prozent des CO2-Problems der Welt verantwortlich. Erderwärmung ist ein globales Phänomen und die entscheidenden „Player“ machen beim Klimaschutz kaum mit, wollen sogar ganz aus dem Pariser Abkommen austreten. In Brasilien brennen Urwälder. Selbst in Europa findet man kaum ein Land, das so intensiv an der Reduktion von Treibhausgasen arbeitet, wie Deutschland. Eine Vorreiterrolle bei der ökologischen Transformation einzunehmen, ist gut und richtig. Aber wäre es nicht einfach nur dumm, sich bis zum Anschlag ins eigene Fleisch zu schneiden, während andere lachend daneben stehen?

Nun werden nach Beschlüssen eines panikartig eingesetzten „Klima-Kabinetts“ rund 50 Milliarden Euro für ein „Maßnahmenbündel“ ausgegeben, das nichts und niemand wirklich hilft – außer den Grünen! Und hier stellt sich auch die Frage nach deren Rolle in dieser Protestbewegung: Inwieweit beeinflusst eine Partei die Strukturen, Lenkung und Finanzierung von „Fridays for Future“ in Deutschland? Immerhin haben die Sprecher(innen) bis hinunter auf die lokalen Ebenen regelmäßig grünes Parteibuch. Wer hat sie eigentlich gewählt oder mit welcher Legitimation ernannt?

Vieles deutet darauf hin, dass die Grünen im Hintergrund einmal mehr die entstehende Polarisierung für ihre eigenen Zwecke nutzen. Schon seit der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 befeuert diese Partei ohne Rücksicht auf Verluste die gesellschaftliche Spaltung, indem sie Bedenken gegenüber unkontrollierter Zuwanderung systematisch dämonisiert und in die rechte Ecke stellt. Sie profitiert ersichtlich davon – ihre Umfragewerte sind auf historisch hohes Niveau gestiegen.

Gleichzeitig zieht sie aber als Gegengewicht auch die AfD mit nach oben – nicht ohne Grund lenkt deren Vorsitzender Jörg Meuthen immer wieder den Fokus auf surreale Vorstellungen der Grünen, insbesondere in deren grenzenloser Asylpolitik und abschätzigen Einstellung zum ländlichen Raum als eine Art von „Zersiedlung“. Dazwischen entsteht der eigentliche Graben quer durch die gesamte Gesellschaft, der schwer wieder zu schließen ist.