Was tun, wenn das Smartphone verschwunden ist?

Ruckzuck ist das Handy aus der Tasche gefallen. Geht es verloren, können auch wichtige Daten in fremde Hände geraten, so das es sinnvoll ist, für den Fall des Abhandenkommens vorzusorgen. Foto: frh

MiNo Telekommunikation empfiehlt Vorsorgemaßnahmen.

Mosbach/Sinsheim. (pm/frh) „Das Smartphone zu verlieren geht schneller, als man denkt“, weiß Norman Honke, Mobilfunkexperte und Inhaber von MiNo Telekommunikation. „Beinahe täglich kommen Kunden zu uns, denen ihr Handy weggekommen ist – sei es verloren, gestohlen oder unauffindbar verlegt“, so Honke. Ärgerlich ist der Verlust so oder so, zumal oft auch wichtige persönliche Daten auf dem Gerät gespeichert sind. Um den Schaden zu begrenzen, empfiehlt Honke, einige Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Unbedingt sollten wichtige Daten wie die SIM-Karten- und IMEI-Nummer, die Marke des Handys sowie der Name des Mobilfunkanbieters und die Kundennummer griffbereit notiert sein.

Sobald der Verlust des Smartphones bemerkt wird, sollte die folgende Checkliste nacheinander abgearbeitet werden:

1. Check: Eigene Mobil-Nummer anrufen
Ist das Smartphone wirklich verschwunden oder einfach nur verlegt?

2. Check: Smartphone orten und aus der Ferne sperren
Wenn das Gerät abhandengekommen ist, sollten die privaten Daten darauf geschützt werden. Das geht auch aus der Ferne, wenn dafür Vorsorge getroffen wurde und vor dem Verlust ein entsprechender Dienst aktiviert wurde. In Android-Smartphones heißt diese Standortermittlung „Mein Gerät finden“. Sie kann in den „Einstellungen“ unter „Sicherheit“ aktiviert werden. Für iPhones ermöglicht Apple die Ortungsfunktion „Mein iPhone suchen“ in den „Einstellungen“ über den iCloud-Dienst. Mit speziellen Apps – beispielsweise der App „Mein Gerät finden“ im Google Play Store oder der App „Mein iPhone suchen“ im App-Store von Apple – kann das mobile Gerät geortet bzw. persönliche Daten aus der Ferne gelöscht werden. Das funktioniert auch für Tablets.

3. Check: SIM-Karte sperren lassen
Damit die Person, die das Smartphone findet oder gestohlen hat, nicht auf fremde Kosten telefonieren oder kostenpflichtige Inhalte aus dem App-Store herunterladen kann, sollten Kunden zügig die SIM-Karte beim Netzbetreiber sperren lassen. Das gilt auch für Prepaid-Handys. Die Netzbetreiber bieten dazu kostenlose Service-Telefonnummern an. Alternativ dazu können SIM-Karten auch über die gebührenfreie Rufnummer 116 116 des Sperr-Notrufs gesperrt werden. Bei vielen Netzanbietern kann die Karte auch online gesperrt werden. Dazu ist es nötig, sich im eigenen Kundenkonto einzuloggen.

Geht ein Smartphone verloren, können neben dem finanziellen Schaden auch wichtige Daten in fremde Hände fallen. Foto: frh

Die wichtigsten Kenndaten ermöglichen, schnell zu reagieren. Die IMEI-Nummer ist die individuelle Seriennummer des Geräts. Mit ihr kann das Smartphone eindeutig identifiziert werden. Über den Ziffernblock des Telefons kann mit der Tastenkombination *#06# die IMEI-Nummer abgerufen werden. Die IMEI-Nummer ist wichtig, falls Anzeige wegen Diebstahls erstattet werden soll.

Die SIM-Kartennummer steht auf den beiliegenden Unterlagen zur SIM-Karte beziehungsweise auf der SIM-Karte selbst oder auf der Telefonrechnung. In der Regel ist sie auch im Online-Konto beim Mobilfunkanbieter zu finden.

Zur Erhöhung der Sicherheit sollte zusätzlich zur PIN-Nummer eine Display-Sperre eingerichtet sein – diese verhindert, dass Dritte Zugriff auf die Daten und Funktionen des Smartphones erhalten, wenn das Gerät unbeaufsichtigt herumliegt. Ferner sollten die Daten regelmäßig entweder im sogenannten „Cloud“-Speicher online oder auf einem Rechner gesichert werden.

Falls das Smartphone abhandengekommen ist, sollten vorsichtshalber die Passwörter für Online-Dienste wie E-Mail-Accounts, Cloud-Speicher, soziale Netzwerke und Ähnlichem geändert werden.

„Wir beraten unsere Kunden gerne auch individuell, wie sie für den Fall des Verlustes ihres Smartphones am besten vorsorgen“, bekräftigt Norman Honke. Dabei spricht er auch auf die bei MiNo im Mosbacher Gartenweg 2/2 sowie in der Bahnhofstraße 7 in Sinsheim ebenfalls angebotenen Handy-Versicherungen an. Diese könnten gerade bei hochpreisigen Smartphones empfehlenswert sein, denn oft kommen diese Geräte nicht oder nur mit Beschädigungen zum Besitzer zurück.


Quellen: aetka / MiNo Telekommunikation Inh. Norman Honke