Einblicke zum schlesischen Adel im Pfalzgrafenstift

Der Heimatforscher Horst Jacobwsky referierte bei der Eröffnung der Ausstellung "Schlossgeschichten", die von der Landsmannschaft der Schlesier Mosbach im Pfalzgrafenstift organisiert wurde. Foto: frh

Landsmannschaft der Schlesier holte eine Wanderausstellung nach Mosbach.

Mosbach. (frh) „Schlossgeschichten – Adel in Schlesien“ heißt die Wanderausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums, die derzeit im Pfalzgrafenstift in Mosbach zu sehen ist. Hierher geholt hat sie die Landsmannschaft der Schlesier, die am Donnerstagabend zur Eröffnung in den Vortragsraum des Seniorenheims eingeladen hatten. Gefolgt waren der Einladung rund 80 Eröffnungsgäste. Und die hörten zunächst eingespieltes Original-Geläut von den Glocken der Abtei Grüssau (heute in St. Cäcilia Mosbach), bevor der Chor der befreundeten Landsmannschaft der Donauschwaben Mosbach den musikalischen Auftakt gestaltete.

Als Erster trat für die Johannes-Diakonie als neuen Betreiber des Pfalzgrafenstifts deren Vostand Martin Adel ans Rednerpult. Es sei „bemerkenswert, dass diese Ausstellung hier Station macht“, stellte er vor dem Hintergrund vorheriger Standorte in größeren Städten heraus. Sie passe in das „geschichtsträchtige Haus“ und zeige, dass verändernde Bedingungen „keinen Bruch mit Geschichte“ bedeuten müsse. In einem Vortrag stellte der Heimatforscher Horst Jacobowsky (Hemsbach) die Wanderausstellung in Gestalt von Stelltafeln vor. Landesminister MdL Peter Hauk (CDU) unterstrich die Bedeutung von Wissens um Vergangenheit für die Gestaltung von Zukunft. Landrat Dr. Achim Brötel würdigte zunächst die „sensationelle ehrenamtliche Lebensleistung“ des Vorsitzenden der Orts- und Kreisgruppe der Schlesier in Mosbach, Hans Beckert, der den Verband seit 48 Jahren ununterbrochen führt. Der spontane Applaus im Publikum galt ebenso seiner Frau Ursula, die ebenso lange dem Vorstand als Schriftführerin angehört. Brötel, der auch die Schirmherrschaft der Ausstellung übernommen hat, stellte den Bezug zu Schlesien über den Partnerlandkreis Görlitz heraus. Bürgermeister Michael Keilbach sprach von einer „Bereicherung für die Mosbacher Kulturlandschaft“.

In seinem Schlusswort dankte Vorsitzender Hans Beckert allen, die an der Ausstellung mitgewirkt hatten. Ein Stehempfang, bei dem auch das Begleitheft zur Ausstellung erworben werden konnte, rundete die Premiere ab. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober im „Pfalzgrafenstift“, Schlossgasse 15 in der Mosbacher Altstadt, zugänglich. Geöffnet ist von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 16 Uhr. Nach Voranmeldung sind für Gruppen auch zusätzliche Besichtigungstermine möglich.