Tag des offenen Denkmals

Helle Wolken. Foto: frh

Der/Die Veranstalter/in stellt seine/ihre Veranstaltung mit folgender, eventuell redaktionell nachbearbeiteter Pressemitteilung vor:  

Mosbach. (pm/red) Am Sonntag, den 8. September findet unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ der nächste Tag des offenen Denkmals statt. Dabei haben wieder alle Interessierten die Möglichkeit, zahlreiche interessante Bauten und Denkmäler zu besichtigen.

Das Tempelhaus im Stadtteil Neckarelz war von 1300 bis 1350 im Besitz des Johanniterordens. Bei dem seit dem späten 16. Jahrhundert als Tempelhaus bezeichneten Gebäude handelt es sich nach der Burg Lohrbach um das zweitälteste Bauwerk in Mosbach und um die einzige in ihrer authentischen Form erhaltene Johanniterburg in Baden-Württemberg. Zu den Kunstschätzen des als katholische Kirche genutzten Tempelhauses zählt der Conradusstein, eine Grabplatte aus der Zeit um 1300 und viele weitere sehenswerte Objekte. Zwischen 13 und 16 Uhr bieten Horst Uhl und Richard Zöller zu jeder vollen Stunde eine Führung an. Adresse: Johannitergasse in Neckarelz.

Die evangelische Stiftskirche und die katholische St. Juliana: zwei Kirchen, zwei Konfessionen – getrennt und doch verbunden – laden zum Besuch ein. Die Kirche, die 1277 erstmals erwähnt wird, ist eine der wenigen erhaltenen Simultankirchen im süddeutschen Raum. Noch heute trennt eine Mauer den evangelischen vom katholischen Teil der Kirche. Erst 2008 wurde eine Tür für die Ökumene geöffnet, die nun beide Häuser miteinander verbindet. Die Kirche ist zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr findet die Führung „Zwei Konfessionen unter einem Dach“ mit Stadtführerin Anita Schneider statt. Adresse: Kirchplatz im Zentrum Mosbachs.

Die Gutleutanlage mit dem Elendshaus, der Gutleutkapelle und dem Gutleuthaus sowie der angrenzende jüdische Friedhof sind ein weiteres Ziel am 8. September. Die Gutleutanlage zählt zu den besterhaltenen ihrer Art in Baden-Württemberg. Zahlreiche mittelalterliche Wandmalereien und Rötelzeichnungen, die vermutlich von Pilgern stammen, sind im Innenraum der Kapelle zu finden. Gästeführerin Magdalena Putze bietet um 15 Uhr eine Führung an. Bei der Besichtigung des jüdischen Friedhofs werden männliche Besucher gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Adresse: Kapellenweg 5.

Eine Fachwerkführung im Museumsviertel wird um 17 Uhr angeboten. Der diplomierte Fachwerkführer Wilfried Boch (im Kostüm) zeigt bei dieser Führung an ausgewählten Fachwerk-Gebäuden sehr viel Interessantes und Wissenswertes über Muster, Formen, Farben und Stil des Mosbacher Fachwerks. Was ist ein Andreaskreuz, was ein Hahnenbalken und was Kopfriegel? Treffpunkt für die Führung ist im Innenhof des Stadtmuseums, Hospitalhof in der Hospitalgasse 4.

Die katholische Kirche St. Cäcilia wurde 1935 geweiht und befindet sich auf einem Teilstück des ehemaligen Schlossgartens. Ihre sakrale Architektur mit der Außenfassade in hellgelbem und rotem Sandstein lässt sich in den Stil der „neuen Sachlichkeit“ des frühen 20. Jahrhunderts einordnen. Architekt Hans Herkommer hat u.a. auch die Frauenfriedenskirche in Frankfurt entworfen. Die Kirche ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Hier findet eine Führung mit Martin Helm um 14 Uhr statt. Adresse: Franz-Roser-Platz in Mosbach.

Auch die historische Deetken-Mühle des Hilfs- und Missionswerks OM öffnet ihre Pforten für die interessierte Bevölkerung. Es gibt exklusive Mühlenführungen und ein gemütliches Mühlencafé. Erstmalig zeigt eine Sonderausstellung historische Exponate der unterschiedlichen Mühleneigner aus der langen Geschichte des Gebäudes. Führungen finden zwischen 14 bis 17 Uhr stündlich statt. Dabei bieten sich Einblicke in die über 200 Jahre alte Mühle mit Turbinenraum und vielem mehr. Adresse: Alte Neckarelzer Straße 2.