Neckarelzer „Kerwe“ hatte keine Zeit zu verlieren

Mit den ersten Gläsern vom frisch gezapften Festbier stießen Stadträte und Vereinsvertreter am Stand des Ruderclubs „Neptun“ auf die Neckarelzer „Kerwe“ an. Foto: Peter Jadrny

Heimatverein Neckarelz-Diedesheim lud zum Traditionsfest in den Ortskern.

Neckarelz. (frh) Mancher mag die traditionelle Ansetzung der Neckarelzer Kirchweihe am dritten Wochenende im August heute nicht mehr unbedingt als zeitgemäß empfinden, wo das Fest so doch immer mitten in die Sommerferien fällt. Andere sehen darin eine Art Vorteil für den Ort, unter den vielen „Kerwe“-Festen der Region im Kalender ganz vorne mit dabei zu sein. So ging das dreitägige Traditionsfest eimal mehr am Samstagabend an den Start.

Schon mit Blick zu den aufziehenden Regenwolken wollte der Vorsitzende des veranstaltenden Heimatvereins Neckarelz-Diedesheim, Werner Pfisterer, bei der Eröffnung am Stand des Ruderclubs „Neptun“ zügig im Programm voranschreiten. Am Festgelände zwischen Marktplatz und Bildungshaus hatten die größtenteils lokalen Vereine und Gastronomen an ihren Ständen mit Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer ein auswahlreiches Angebot vorbereitet. Die musikalische Einstimmung übernahm der von Rupert Laible geleiteten Chor des Männergesangsvereins „Neckarperle“. Eine „schlagkräftige Premiere“ beim Fassanstich kündigte Pfisterer mit dem neuen ehrenamtlichen Stellvertreter des Mosbacher Oberbürgermeisters, Stadtrat Timo Riedinger an. Aus technischen Gründen dauerte es aber doch etwas länger, bis das Festbier zum Fließen gebracht werden konnte. In seiner Ansprache erinnerte Riedinger an die Geschichte der Kirchweihe und sprach allen Beteiligten Dank und Anerkennung aus.

Der Kerwe-Sonntag begann bei bestem Sommerwetter mit einem ökumenischen Gottesdienst im Kirchengarten der Martinskirche. Pfarrer Michael Göbelbecker und Diakon Erich Luffer gestalteten eine Liturgie unter dem Motto „Brücken bauen“ – der evangelische Posaunenchor Neckarelz-Diedesheim unter der Leitung von Michael Heiß wirkte musikalisch mit. Der angegliederte Flohmarkt im Großformat von Alexander Räbiger, der auf dem fußläufig erreichbaren Messplatz sowie dem umliegenden Schulgelände stattfand, zog reichlich Besucher an. Ein Kinderkarussell begeisterte vor allem die kleineren Festgäste. Am Montag führte der traditionelle Mittagstisch nicht zuletzt die Belegschaften der örtlichen Unternehmen auf die Feststrecke. Im Zelt des Mosbacher Brauhauses spielte am Abend die Band „plug’n play live“ und auch an anderen Ständen war ein vielseitiges Abendprogramm zum Festausklang geboten.