In Obrigheim summt und brummt es

Die Schüler der Klasse 7c der Realschule Obrigheim zusammen mit Klassenlehrer Joachim Pfisterer (l.). Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung Obrigheim Wilhelm Eyermann (r.), Landwirt Willi Horn (4.v.r.) (zugleich stv. Vorsitzender der TG) sowie Projektleiter Martin Sens (3.v.r.) und Landespflegerin Maike Popp (2.v.r.) vom Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises. Foto: Luise Wörner /zg (Landratsamt NOK)

Schüler der Realschule Obrigheim stellen vier Bienenhotels her.

Obrigheim. (pm/red) Die Schüler der Klasse 7c der Realschule in Obrigheim (RSO) haben vier Bienenhotels im Schulunterricht hergestellt. Die Holzständer wurden aufgebaut und nun mit geeignetem Material befüllt. Dort finden jetzt einzeln lebende Wildbienen offenporiges Material zur Eiablage, Nahrungsbevorratung und Überwinterung der nächsten Generation. 
„Die vier Bienenhotels sind gezielt in Blühstreifen von insgesamt 1,2 Hektar Größe platziert, welche die Flurneuordnung Obrigheim als ökologischen Ausgleich vor kurzem angelegt hat. Die Wildbienen finden jetzt ihren Nahrungsvorrat direkt neben ihrem Nistquartier“, informiert Projektleiter Martin Sens vom Landratsamt.

Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Obrigheim, Wilhelm Eyermann, freut sich zu sehen, wie es in Obrigheim jetzt summt und brummt. Landwirt Willi Horn bewirtschaftet nebenliegende landwirtschaftliche Flächen und kümmert sich um die Blühstreifen. Der ideale Pflegezeitpunkt für die auch als „Buntbrachen“ bezeichneten Blühstreifen ist das Frühjahr, da die Samenstände als Winternahrung für Vögel dienen. „Die Schüler waren von dem Projekt begeistert und konnten die Theorie aus dem Schulunterricht in der Praxis umsetzen. Hier waren sowohl biologische, als auch handwerkliche Fähigkeiten der Schüler gleichermaßen gefordert.“, resümiert Klassenlehrer Joachim Pfisterer von der Realschule Obrigheim. Die Landespflegerin Maike Popp vom Landratsamt erklärt „In den Blühstreifen findet man früh-, mittel- und spätblühende Pflanzen. Sie bieten nicht nur den Wildbienen, sondern auch den Honigbienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen blütensuchenden Insekten ein fast ganzjähriges Nahrungsangebot.“

Zum aktuellen Stand des Flurneuordnungsverfahrens in Obrigheim ergänzt Projektleiter Martin Sens: „Derzeit werden die Widersprüche gegen den Flurbereinigungsplan bearbeitet. Nach einem letzten Bauprogramm im Jahr 2020, folgt dann die Berichtigung des Katasters und der Grundbücher.“