„Wasser marsch!“ für den Mosbacher Feuerwehrbrunnen

Der restaurierte Feuerwehrbrunnen wird wieder an Ort und Stelle platziert. Daniel, Marc und Friedolf Fehr und ihr Mitarbeiter sowie der städtische Vertreter Thomas Albrecht begutachten nach getaner Arbeit das Werk. Foto: Stadt Mosbach /zg

Die „echte optische Bereicherung“ bei der Feuerwache ist nach Restaurierung ist wieder funktionstüchtig.

Mosbach. (pm/red) Ein Brunnen ohne Wasser – und dann auch noch der Feuerwehrbrunnen! „Das geht gar nicht“, war für Mario Hackel von der Tiefbauabteilung der Stadt klar und so ging er das Projekt Brunnensanierung gemeinsam mit der Firma Steinwerk Fehr an. Nach erfolgter Restaurierung konnte der Brunnen dieser Tage wieder aufgestellt und angeschlossen werden.

1952 wurde der Feuerwehrbrunnen anlässlich des 100-Jährigen Bestehens der Feuerwehr der Großen Kreisstadt Mosbach errichtet. Gebaut wurde er damals von der Steinmetzfirma Fritz Fehr, die nicht nur den Betrieb in mittlerweile achter Generation führen, sondern auch schon über mehrere Generationen der Freiwilligen Feuerwehr Mosbach angehören. Fritz Fehr nahm bis 1975 die Stellung des Kommandanten ein, sein Sohn Friedolf wie auch der Enkelsohn Marc waren lange Jahre aktive Mitglieder der Wehr. Alleine schon deshalb fühlt sich die Familie eng mit der Feuerwehr verbunden und freut sich, dass der Brunnen nun wieder in neuem Glanz erstrahlt. Nach Standorten am Käfertörle und im Lorettopark „wanderte“ der Brunnen im Zuge der Landesgartenschau 1997 auf den Vorplatz am Parkplatz Bleiche, gegenüber vom Feuerwehrgerätehaus. Dort passt er sich nicht nur thematisch bestens ein, er stellt als Ensemble mit Schattenspendenden Baum und Ruhebänken auch eine echte optische Bereicherung dar. Leider sprudelte das Wasser vor einiger Zeit nicht mehr wie es sollte – die Leitungen waren verkalkt. Der mittlerweile beinahe 70 Jahre alte Sandsteinbrunnen benötigte außerdem eine Restaurierung.

Während Thomas Albrecht und Jörg Hashagen vom Bauhof der Stadt die Leitungen ersetzten bzw. wieder instand setzten, ging es im Steinwerk Fehr um Detailarbeiten an der über drei Meter hohen Sandsteinstele. Nach Restaurierung der durch Witterung und Feuchtigkeit beeinträchtigten Oberfläche wurde zudem neue Führungen für die Leitung eingebaut und Epoxidharz in den Stein injiziert, um diesen zu stärken und die Oberfläche zu schützen. Als „Schwertransport“ ging es schließlich zum alten Standort, wo die Sandsteinstele mithilfe eines Kranaufbaus genau ausjustiert wieder an ihrem alten Standort platziert wurde. Die Kosten, um den Brunnen fit für die kommenden Jahre zu machen, betragen rund 4.000 Euro. Aus alter Verbundenheit zur Feuerwehr hat die Firma Fehr zugesagt, einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro zu spenden.