Spaß am Angeln als Teil des Naturschutzes vermittelt

Trotz des ungünstig hohen Wasserstandes hatten die jungen „Schnupper-Angler“ viel Spaß beim Fischen im Neckar unter fachlicher Anleitung. Foto: frh

Schnuppertag des Fischereivereins Mosbach und Umgebung kam bestens an.

Neckarelz. (frh) Nicht ohne Grund wird der Begriff des „Sportangelns“ immer seltener verwendet – Fischerei versteht sich heute als Teil des Naturschutzes und in diesem Sinne stand auch der Schnuppertag des Fischereivereins Mosbach und Umgebung am vergangenen Wochenende. An ihrem Vereinsheim (An der Elz 3) ermöglichten die Fischer mit einem umfassenden Programm allen Interessierten einen Einblick in das Angeln als „sinnvolle Freizeitbetätigung“.

Nicht zuletzt an die Kinder hatte man gedacht, die unter fachkundiger Aufsicht selbst fischen durften. „Man kann nicht früh genug einsteigen“, weiß Vorsitzender Thomas Nawotka. Dabei verweist er auf den Jugendfischereischein, der im Alter zwischen 10 und 16 Jahren sogar ohne Prüfung von der Rathausbehörde erteilt werden kann und das Fischen in Begleitung eines Volljährigen ermöglicht, der in Besitz des Fischereischeins ist. Letzterer kann mit den Prüfungen schon ab dem 10. Lebensjahr erlangt werden und ermöglicht bereits selbstständiges Angeln. Die Begeisterung bestätigte Jugendwart Hans-Martin Poleretzky mit Blick auf die wachsende Jugendgruppe des Vereins gerne. Im Gebäude des ehemaligen Neckarelzer Jugendhauses, das heute zum Vereinsheim gehört, ist ein Seminarraum eingerichtet. Schon bald sollen auch die Schulungen für die Fischereiprüfungen dort stattfinden.

Sichtlich Spaß hatten etwa zehn Kinder und Jugendliche, die sich in Begleitung der Fischereiwarte Jan und Lars Fütterer am Neckar selbst an der „Stippangel“ versuchten. Das im „Casting“ – dem sogenannten „Trockenangeln“ – noch vorhandene sportliche Element konnte bei Bezirksreferent Walter Heidemann ausprobiert werden. „Man muss solche Projekte unterstützen“, bekräftige Hans-Joachim Hägele (Pforzheim), Bezirksvorsitzender Nordbaden. Mitgebracht hatte er seinen Bruder, Bezirksreferent Frank Hägele, der die Anforderungen des Fischereischeins erörterte. Abgerundet wurde der Aktionstag durch eine Angelausstellung von allerlei Utensilien für Angler sowie einem Filmvortrag des Naturfilmers Thomas Kemmel.