Kommunalpolitiker kickten beim „Awo-Jubiläums-Cup“ mit

Auf der Heimstätte des FC Mosbach ging es beim "Awo-Jubiläums-Cup" zwischen den "Unified"-Mannschaften zur Sache, bei denen auch Kommunalpolitiker mitspielten. Foto: AWO-NOW /pm

„Unified“-Benefizturnier stand im Zeichen der Inklusion durch Fußball – Titel ging an den FSV Bad Friedrichshall.

Mosbach. (pm/frh) Menschen mit und ohne Behinderungen oder psychische Erkrankungen bei einem Benefiz-Fußballturnier zusammenzubringen, hatte der „Awo-Jubiläums-Cup“ zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt zum Zweck. Auf der Spielstätte des FC Mosbach im Masseldorn traten fünf Fußballmannschaften von Menschen mit Handicaps an – verstärkt wurden sie im Modus „Unified“ durch zugeloste Bürgermeister und weitere Kommunalpolitiker aus der Region. Mit dabei waren auch die beiden Mosbacher Stadträte Michael Haag und Frank Heuß (beide SPD) sowie der ehemalige Jugendgemeinderat Alessandro Estrano.

Die Siegermannschaft des Awo-Jubiläums-Cups mit ihren beiden Gastspielern aus der Kommunalpolitik: Schönbrunns Bürgermeister Jan Frey (vorne) und der Mosbacher Stadtrat Frank Heuß (l.). Foto: AWO-NOW /pm

Heuß konnte mit der Mannschaft des FSV Bad Friedrichshall das Turnier am Ende gewinnen. Ihre einzige Niederlage kassierten die Friedrichshaller dabei gegen das Team der „DynAWO“ Mosbach 2, bei dem Haag mitmischte. Die Zuschauer sahen spannende Spiele auf deutlich höherem fußballerischen Niveau, als es so mancher erwartet haben dürfte: „Zuerst einmal habe ich zurückhaltender gespielt, weil ich die Spieler noch nicht einschätzen konnte. Als ich gemerkt habe, dass hier richtig gut Fußball gespielt wird, habe ich Gas gegeben!“, beschrieb es etwa Osterburkens Bürgermeister und Vizepräsident des Badischen Fußballbundes, Jürgen Galm. Stadionsprecher Roland Herberger, ein Verwandter der Spieler- und Trainerlegende Sepp Herberger, bewertete das Spielgeschehen: „Es waren faire, schöne Spiele mit hohem Niveau“. Der Fußballer, Sportlehrer und Vorsitzende des AWO Kreisverbands Karlsruhe-Land übernahm souverän die Rolle des Stadionsprechers, während AWO Mitarbeiter Gerd Straub die Position des Spielleiters tadellos ausfüllte.

„Ich freue mich sehr, dass einige Politiker unserer Einladung gefolgt sind, um entweder mitzuspielen oder die Spieler anzufeuern“, sagte Awo-Kreisvorsitzende Gabriele Teichmann. „Danke, dass sie sich heute Zeit nehmen und hier sind. Denn Zeit ist das größte Geschenk, das man den Menschen machen kann. Sie zeigen, dass Sie keine Schönwetterpolitiker sind, sondern sich für die Menschen einsetzen!“, rief sie den Politikern unter Beifall zu. „Ich habe heute viele Gespräche geführt; ein Mitspieler hat mir sogar seine Lebensgeschichte erzählt. Auch die Organisation des Tages war super. Ich hätte den Spielen allerdings mehr Zuschauer gewünscht“, resümierte Stadtrat Michael Haag. Und Stadtrat Frank Heuß hob den Gesundheit und mentales Wohlbefinden fördernden Effekt von Fußball hervor: „Beim Spiel ist alles andere Nebensache. Man kämpft, und wenn man gewinnt, ist es noch schöner.“


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