„Krisen“ der Vergangenheit ergründet

Geschichts-AG des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums stellte neue Arbeiten vor.

Mosbach. (frh) Alle zwei Jahre findet der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten statt, den die Hamburger Körber-Stiftung trägt und an dem die Geschichts-AG des Nicolaus-Kistner-Gymnasium (NKG) regelmäßig teilnimmt. Am Freitagabend präsentierte die Arbeitsgemeinschaft, in der mit aktuell 24 Mitgliedern so viele Schülerinnen und Schüler wie noch nie aktiv sind, ihre Ausarbeitungen für den Wettbewerb, der zunächst auf Landesebene startet. Unter dem Rahmenthema „So geht’s nicht weiter! – Krise, Umbruch, Aufbruch“ gehen vom NKG zwölf heimatgeschichtliche Beiträge ins Rennen.

„Viele haben die letzten Wochen neben der Schule kaum noch etwas anderes gemacht“, beschrieb die Tutorin, Studienrätin Christine Eggers, den Aufwand hinter den Arbeiten. Ihr Dank galt nicht zuletzt den Förderern, deren ebenfalls deutlich mehr als in den Vorjahren zu dem Präsentationsabend gekommen waren. Würdigende Worte richteten die jungen Geschichtsforscher an ihre Tutorin Christine Eggers, der sie Blumen und Präsente überreichten. Gedankt wurde auch den beiden Assistenten in der Leitung der AG: Der Studentin und ehemaligen Landespreisträgerin Theresa Baur sowie Student Johannes Wegenkittl. Den Dankesworten schlossen sich auch NKG-Schulleiter Jochen Herkert und dessen Stellvertreterin Marion Stoffel an, bevor zu einem kleinen Imbiss eingeladen wurde. Ebenso bestand die Möglichkeit, die vorgestellten Arbeiten selbst in Augenschein zu nehmen oder sich an von den Autoren gestalteten Stellwänden einen Überblick zu verschaffen. Erste Ergebnisse des Wettbewerbs werden Anfang Juni erwartet.

Präsentiert wurden die folgenden Arbeiten: Jona Schnirch und Felix Bönig (Klasse 6) mit dem Thema „Brückenbau in Neckargerache – Lösung einer Krise!“.  Mia Schattauer, Hanna Horvath und Chiara Kraus (Klasse 6) mit dem Thema „Ansturm aus dem Osten – Eine Krise für alle?“. Verena Crnjak, Nele Wiersing und Eva Spitzer (Klasse 6) „4 Jahre verhandeln, wir haben es satt – Wie eine Gruppe von Jugendlichen den Mosbacher Stadtrat durch ihren Protest in eine Krise stürzte“. Sarah und Hannah Hörst (Klasse 6) „Augusta Bender – anders als andere War ihr Leben deshalb geprägt von Krisen?“. Anna Sophie Lange und Marius Wolpert (Klasse 7) „Hammerweglager = Drama pur? Warum war die Zeit nach dem 2.Weltkrieg in Mosbach eine Krise?“. Thorben Helm, Silas Kolbe und Samuel Stark (Klasse 8 ) haben eine Zeitung (Neckargeracher Bote) zum Thema Bombardierung von Neckargerach 1945 gestaltet. Felix Freudenberger und Kai Bönig (Klasse 9) Hungersnöte und Armut im Odenwald am Beispiel Rineck – Amina Abdelkader (Klasse 9) hat ein Comic mit dem Titel „Von Feinden zu Freunden“ zum Einmarsch der Alliierten in Mosbach gestaltet. Mit dem schwierigen wie sensiblen Thema der „Zwangseingemeindung“ von Neckarelz nach Mosbach befasste sich Laura Scheck (Klasse 9). Hannah Fichtner und Sophia Biz (Klasse 10) haben ein Modul für eine App auf Mobilgeräten zur Entstehungsgeschichte der Odenwaldbahn gestaltet. Und in der Arbeit von Samira Schumacher und Patricia Samol (Klasse 10) ging es um das „International Children Center Aglasterhausen“  –  einem einstigen internationalen Kinderheim im heutigen „Schwarzacher Hof“ der Johannes-Diakonie Mosbach.


Info: Die Ergänzungen in roter Farbe wurden am 26. April 2019 nachträglich eingefügt. Diese Informationen waren durch einen Fehler weggefallen, da er der Artikel durch die Vielzahl der beteiligten jungen Geschichtsforscher/innen deutlich umfänglicher geraten ist, als auf Mosbacher-Zeitung.de üblich. Wir bitten dafür um Nachsicht!


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Die Teilnehmer und Tutoren der Geschichts-AG des Nicolaus-Kistner-Gymnasium zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2019 unter dem Titel „So geht’s nicht weiter! – Krise, Umbruch, Aufbruch“. Foto: frh