Augusta Bender als Volksliedersammlerin

Das „Odenwälder Wunderhorn“.

Mosbach. (pm/red)  184 Lieder enthält die Volksliedsammlung, die Augusta Bender im Jahr 1902 herausgab. Es ist der Liederschatz ihrer Kindheit und Jugend, gehört und gesungen in den Spinnstuben, bei Festen und anderen gemeinschaftlichen Ereignissen in Schefflenz und wenigen anderen Dörfern im Bauland und im Odenwald. 
Die Volkshochschule Mosbach und der Verein „Literaturmuseum Augusta Bender (LiMAB) gestalten am Sonntag, dem 10. März, um 18 Uhr, Rathaussaal Mosbach, gemeinsam einen literarisch-musikalischen Abend, der Benders in dieser Form einzigartiger Liedersammlung und ihrer Entstehung gewidmet ist.

Die Schriftstellerin, die im Jahr 1863 mit 17 Jahren Schefflenz verlassen hatte und nach einem autodidaktischen Bildungsweg fast ein Vierteljahrhundert als „Kulturvermittlerin“ zwischen den USA und Deutschland hin- und hergependelt war, betrachtete ihr Werk als volkskundliches Forschungsprojekt, da das Singen in Gemeinschaft um 1900 bereits im Schwinden begriffen war. Um die Lieder samt Melodien veröffentlichen zu können, wandte sie sich an Prof. Josef Pommer in Wien, einen der prominentesten Volksliedforscher der damaligen Zeit.

Fünf Mitglieder des Vereins LiMAB gestalten den abwechslungsreichen Abend mit Texten und Liedern: für den historischen Hintergrund sorgen Dr. Georg Fischer und Dorothee Roos, – Dr. Friederike Werling und Christof Roos lesen aus dem Briefwechsel Augusta Benders mit Prof. Josef Pommer – den musikalischen Rahmen gestaltet Willi Frey und für die Pausenbewirtung sorgt ebenfalls der Verein.
 Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Der Erlös ist für das künftige Literaturmuseum Augusta Bender bestimmt.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Helle Wolke. Foto: frh