„Narrenpraxis“ machte richtig Betrieb

Prunksitzung der KG „Neckario“ Neckarelz vor ausverkauftem Haus – Generationswechsel steht bevor.

Neckarelz. (frh) Zum 22. Mal präsidierte Gerd von Hülsen dieser Tage in der Pattberghalle bei der alljährlichen Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft (KG) „Neckario“ Neckarelz. Bereits weit im Vorfeld hatte er erklärt, dass es seine letzte Session an der Spitze des Vereins sein werde. Ebenso haben Vorsitzender Uwe Spohrer und mehrere weitere Funktionäre angekündigt, ihre Ämter weiterzugeben, so dass der Höhepunkt der Neckarelzer Fastnacht dieses Jahr auch im Zeichen eines bevorstehenden Generationswechsels stand.

Das Dreigestirn der Neckarelzer Fastnacht, der Wassermann „Neck“, eingerahmt von seine beiden Nixen Luisa (l.) und Tina (r.), eröffnete die Prunksitzung der KG „Neckario“ mit seinem Prolog. Foto: frh

Dem Einmarsch der Tanzgarden, des Elferrats und des grünen Dreigestins um den Wassermann „Neck“ (René Heck) mit seinen beiden Nixen (Tina Fuhrmann und Luisa Groß) folgte ein buntes Programm mit Tanz, Musik und Büttenreden. „Seit langem sind wir mal wieder ausverkauft!“, freute sich Gerd von Hülsen sichtlich beim Blick in den bis zum Rand gefüllten Saal. Seinen Prolog hielt der Neck betont kurz, so dass die von Nicole Dickert trainierte Mini-Garde für den tänzerischen Auftakt nicht lange warten musste. Es folgte bis in die Nacht hinein ein buntes Programm. Mit dabei waren auch mehrere Büttenredner, Tänzer und musikalische Gruppen aus den Karnevalshochburgen des Umlands. Viele der insgesamt 18 Beiträge kamen aber auch von den Aktiven der heimischen Neckario selbst. So lieferten die „Neck-Garde“ von Trainerin Dickert sowie die von Jessica Zuber trainierte Juniorengarde sowohl klassische als auch modern-fetzige Auftritte, die für die fastnachtstypische Stimmung im Saal sorgten. Vorher aber legte Landrat Dr. Achim Brötel mit seinem „Lusthansa Narrenflug LH 111“ eine Zwischenlandung in Neckarelz ein. Musikalisch gewitzt brachten die Buchener das närrische Publikum so richtig auf Betriebstemperatur. Im Vorjahr noch „Leichtmatrose“, trat Karlheinz Kunert diesmal, unterstützt von zwei Junioren-Gardistinnen, als Würstchenverkäufer auf. Und was der so alles an Ortsgeschehen beobachtet, ließ er nicht zuletzt die deutlich zahlreicher als in den Vorjahren gekommenen Stadträte wissen. Die „Hausärztin“ der KG „Neckario“, Jenny Bartz, holte direkt in ihrer „Narrenpraxis“ ab. Als Manager und Kundin eines großen Online-Händlers traten Martin und Kerstin Husfeldt in die „Bütt“.

Einen „großen Bahnhof“ bereiteten die Aktiven für die ausscheidenden Funktionsträger der Neckario, die durch ein großes Spalier quer durch den Saal schritten. Gerd von Hülsen stellte mit Klaus Brommer seinen designierten Nachfolger vor. Eine viel umjubelte Choreographie auf hohem sportlichen Niveau brachte die Schautanzgruppe „Exótica“ der SpVgg Neckarelz auf die Bretter. Fester Bestandteil der KG Neckario sind nicht zuletzt die Schautänzerinnen von „Just for Fun“, die diesmal als Indianerinnen den Saal in Wallung brachten. Mit einem Mit dem Auftritt der vereinseigenen Männerschautanzgruppe in Frauenkleidern und unter dem Titel „Nachts auf der Reeperbahn“ steuerte man auf das Finale zu.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Der Gardetanz der „Neck-Garde“ durfte selbstredend auch diesmal bei der Prunksitzung der KG „Neckario“ Neckarelz nicht fehlen. Foto: frh