Michael Jann steigt beim Landesmedienzentrum auf

Das Mosbacher Rathaus. Archiv-Foto: frh

Mosbachs Oberbürgermeister übernimmt Verwaltungsratsvorsitz.

Mosbach. (pm/red) Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) mit Sitz in Stuttgart und Karlsruhe bietet Lehrkräften an den Schulen sowie Trägern der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung medienpädagogische Beratung, technische Unterstützung und didaktische Medien an. Das LMZ ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Diesem sind 55 Kreis- und Stadtmedienzentren – darunter die Kreismedienzentren in Mosbach und Buchen – zugeordnet. Oberbürgermeister Michael Jann wurde nun zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats des LMZ gewählt. Jann, der bereits seit geraumer Zeit Mitglied des Gremiums ist, übernimmt den Vorsitz zum 1. Mai von Landrat Jürgen Bäuerle, der ausscheidet. Seit der Fusion der Landesbildstelle Baden und der Landesbildstelle Württemberg im Jahre 2001 ist Jann der nunmehr vierte Verwaltungsratsvorsitzende des Landesmedienzentrums.

Im Auftrag des Staats- und Kultusministeriums betreut das LMZ medienpädagogische Projekte zum Jugendmedienschutz mit der Zielsetzung, landesweit über mögliche Gefahren der Mediennutzung aufzuklären und bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Kompetenzen für einen souveränen Umgang mit Medien zu fördern. Das LMZ gilt bundesweit als Vorzeigeeinrichtung für die Unterstützung der Schulen beim Einsatz digitaler Technik im Unterricht. Neben den pädagogischen Diensten nimmt es auch technische Dienste bis hin zum Support pädagogischer Netzwerke wahr. Dieser Support erfolgt auf Basis „pädagogischer Musterlösungen “ für die gängigen Betriebssysteme Windows, Linux und Novell. Das LMZ veranstaltet Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte und berät Schulträger bei Fragen der Medienbeschaffung. Medienbildung, -kompetenz und –erziehung stehen auf seiner Agenda, ebenso wie das LMZ medienpädagogische Modellprojekte durchführt und neue Medien und Kommunikationstechniken fördert. Als weitere Aufgabe wird eine Mediendistribution mit Verleih, Zentralarchiv, Medienbeschaffung und -beratung sowie Medienerschließung betrieben. Das kulturhistorische Bildarchiv bietet mit seinen Aufnahmen aus den Bereichen Landeskunde, Geschichte, Verkehr, Politik und Geografie ein Art „fotografisches Gedächtnis“ für Baden-Württemberg.

Die über 50 Medienzentren im Land schaffen die Grundlage für ein flächendeckendes medienpädagogisches Angebot bei gleichzeitiger Berücksichtigung regionaler Schwerpunkte. Die Kreismedienzentren Buchen und Mosbach in Trägerschaft des Neckar-Odenwald-Kreises verleihen Medien sowie Geräte und beraten und informieren über deren sachgerechten und medienpädagogisch sinnvollen Einsatz in den örtlichen Schulen, Kindergärten sowie in außerschulischen Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der 15-köpfige Verwaltungsrat des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg setzt sich zusammen aus Vertretern des Landes, des Landkreis-, Städte- und Gemeindetags, der Städte Karlsruhe und Stuttgart sowie einem Vertreter der Stadt- und Kreismedienzentren, der auf Vorschlag der kommunalen Spitzenverbände gewählt wird.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Das Mosbacher Rathaus. Foto: frh