Grundschulen „durch die Hintertür“ geschlossen?

MdL Georg Nelius kritisiert Plan der Grünen zur Schließung kleiner Grundschulen durch die Hintertür.

Mosbach. (pm/red) „Am Wochenende wurde bekannt, dass die Grünen im Landtag eine bessere Bezahlung von Schulleitungen kleiner Grundschulen blockieren“, informiert der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius in einer Pressemitteilung. Er sieht darin einen Angriff der Grünen auf 111 Grundschulen im Land: „Die Grünen wollen Schulleitungen kleiner Grundschulen bewusst schlechter stellen als andere. Damit wird es noch schwieriger die freien Stellen im ländlichen Raum zu besetzen. Den Schulen droht damit mittelfristig das Aus.“

Schulleitungen prägten die Qualität einer Schule maßgeblich, indem sie unter anderem das Profil der Schule schärfen, das Kollegium fachlich weiterentwickeln und die Unterrichtsversorgung organisieren, so Nelius. Derzeit sind landesweit jedoch 143 Schulleiterstellen an Grundschulen nicht besetzt. Aus Sicht des Landtagsabgeordneten handelt es sich um ein Alarmsignal, dem „politische Konsequenzen folgen“ müssten.

„Es ist unverantwortlich gegenüber Lehrkräften, Kindern und Gemeinden, kleine Grundschulen im neuen Programm zur Entlastung und Stärkung von Schulleitungen komplett auszuklammern“, bemängelt Nelius. Eine Grundschule vor Ort sei für viele Kommunen, die mit großen Zentren um die Gunst junger Familien konkurrieren, ein entscheidender Standortfaktor. „Wenn es nach den Grünen geht, sollen die kleinen Grundschulen an ihrer schlechten Ausstattung und dem Lehrermangel langsam zugrunde gehen“, ist Georg Nelius empört und bekennt sich zum Grundsatz „Kurze Beine, kurze Wege“, insbesondere auch für Grundschulen im ländlichen Raum.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Das Wahlkreisbüro von MdL Georg Nelius (SPD) in Mosbach. Foto: frh