Ein etwas anderer Adventskalender

Vorweihnachtliche Aktion am Auguste-Pattberg-Gymnasium.

Neckarelz. (pm/red) In der Alten Aula des Auguste-Pattberg-Gymnasiums gibt es vor Weihnachten einen besonderen Adventskalender. Auf den ersten Blick sieht man, auf einer eigens gefärbten Wand, 24 Zahlen, so wie man das von einem Adventskalender eben kennt. Bei genauerem Betrachten zeigen sich 24 CD-Hüllen, die noch geschlossen sind. Die Zahlen auf dem jeweiligen Cover lassen aber schon erahnen, dass sich hinter der CD-Hülle etwas verbergen muß.

Eine Bild vielleicht, ein Text oder gar eine CD mit Adventsliedern? Die Schülerinnen und Schüler können jeden Morgen gespannt sein, wenn die nächste CD-Hülle geöffnet ist. Auf der linken Seite, da wo sich normalerweise das Booklet der CD befindet, ist jeweils ein Bild aus dem Zyklus „Weihnachtsbäume-Freestyle“ zu sehen. Es handelt sich dabei um Assemblagen unterschiedlichster Materialien, die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen mit Kunsterzieherin Anja Radetzki gestaltet haben. Auf der rechten Seite, da wo normalerweise die CD festgeklemmt wird, haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 a, c und e mit ihrem Religionslehrer Thomas Lorenz eine Auswahl von kurzen und besinnlichen Texten, Gedichten und Aphorismen zusammengestellt. „Freut Euch nicht zu spät“ ist als Aufruf zu verstehen, das Leben jetzt bereits und immer wieder als etwas Kostbares und  wertvolles zu sehen und den Schul-Alltag als Chance zu sehen, etwas Positives daraus zu machen. Wenn allmählich die „Türchen“ geöffnet sind, bietet sich den Schülern ein buntes Bild beim Vorübergehen, beim Klassenzimmerwechsel, in den Pausen und bei Schulbeginn am frühen Morgen.

„Das ist die Idee“, so Thomas Lorenz, „ die Schüler merken, der Advent ist eine etwas andere Zeit, eine Zeit der Entschleunigung in der vorweihnachtlichen Betriebsamkeit.“ Sie bleiben gern kurz stehen und schauen und lesen, was sich ihnen „heute“ aus der CD-Hülle eröffnet. Selbst Lehrerinnen und Lehrer hat man schon vor dem Kalender gesehen. Adventskalender mal anders, damit der Advent nicht so ganz spurlos vorübergeht.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Foto: Thomas Lorenz, APG / pm